Ein ganzer Zoo aus Holz geformt


Bildhauer Reinhard Osiander kehrt immer wieder gern in seine Heimat Bobingen zurück, um seine Werke zu präsentieren wie bei der Kissinger Gartenschau, die vom 29. April bis 1. Mai auf Gut Mergenthau stattfinden wird. Der Bobinger Bildhauer ist außerdem bei den Fürstenfelder Gartentagen vom 13. bis 16. Mai vertreten.

Anregungen für seine Holzskulpturen holt er sich unter anderem beim Rundgang auf Flohmärkten, wo er gern in alten Postkarten oder Spielsachen stöbert. Bis eine lebensgroße Figur fertig ist, heißt es tagelang zeichnen, sägen, schnitzen und malen.

Für Osiander wichtig: "Bei mir bleibt die Bearbeitung des Holzes sichtbar, so dass manches grob und spröde wirkt." Zu diesem Eindruck trägt auch die statische Darstellung bei: In Osianders Zoo gibt es kaum Bewegung. Und die Eingriffe des Künstlers wie Schnitte und Brüche machen dem Betrachter stets bewusst: Das ist eine Bildhauerarbeit, kein kitschiges Kunststofftier.

Für seine Arbeit ist der Bobinger schon mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem "Deutschen Holzkunstpreis - EXPO 2000".

Als zusätzliches Element tritt in den vergangenen Jahren immer stärker die Farbe in den Holzskulpturen hinzu. Nur bruchstückhaft trägt Osiander die Farbe auf, so dass die Spuren des bildhauerischen Arbeitsprozesses sichtbar bleiben; meist hat die Farbe kaum etwas mit dem Inhalt zu tun, sondern charakterisiert die Eigenart des Kunstwerks. (am)
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