FBU-Position zum Hallenbadneubau

Bobingen: Aquamarin | Die Freie Bürger-Union Bobingen e. V. hat nach drei Diskussionsveranstaltungen unter dem Motto "Reden wir miteinander" und einer eintätigen Klausur zum Thema Hallenbad ihre Haltung in dem folgenden Positionspapier niedergeschrieben.


Positionspapier der FBU Bobingen zum Thema Hallenbad (Ausschnitt)

"Nach umfangreicher Analyse der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen, wie Fachgutachten, Zusammenfassungen der Stadtverwaltung und den Ergebnissen mehrerer FBU-Bürger-Dialoge zum Thema Hallenbad, hat die FBU Bobingen im Rahmen ihrer Klausurtagung die gewonnenen Erkenntnisse zur vorliegenden Position gebündelt und formuliert.

Die im Anschluss erläuterten FBU-Ansätze und -Positionen basieren auf folgenden elementaren Fragestellungen:

1. Ist ein künftiger Bäderbetrieb angesichts der allgemeinen Bobinger Finanzlage überhaupt dauerhaft finanzierbar, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?
2. Unter welchen Voraussetzungen ist welche Höhe an einmaliger Bauinvestition vertretbar?
3. Welche Zielgruppen soll ein neu gestaltetes Hallenbad zukünftig ansprechen?
4. Kann und soll das bestehende Bad saniert werden, oder ist ein Neubau zu favorisieren?
5. Wie sehen die Eckpunkte zur Gestaltung und Durchführung eines evtl. Neubaus aus?


zu 1.: Ist ein künftiger Bäderbetrieb angesichts der allgemeinen Bobinger Finanzlage überhaupt dauerhaft finanzierbar, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Diese Frage ist aus Sicht der FBU allen weiterführenden Überlegungen zum Thema Hallenbad voranzustellen. Eine isolierte Betrachtung der einmaligen Baukosten für Sanierung oder Neubau des Hallenbades, ohne Berücksichtigung der durch den laufenden Betrieb entstehenden Folgekosten, ist nachhaltig nicht zielführend.

Wie die meisten kommunalen Bäderbetriebe, können auch die beiden Bobinger Bäder mit den erzielten Einnahmen nicht ihre Betriebskosten decken und belasten den Bobinger Haushalt jährlich mit einem Defizit von mehreren hunderttausend Euro –Tendenz steigend.
Angesichts der bereits überdurchschnittlich hohen Verschuldung unserer Stadt sehen wir deshalb den zukünftig kostendeckenden Betrieb als Grundvoraussetzung, um eine - wie auch immer - ausgeführte Hallenbad-Lösung im Stadtrat durch die FBU-Fraktion zu unterstützen.

Wir sind überzeugt, dass das Betriebskostendefizit durch die Nutzung vielfältiger Einsparpotenziale bei einer Neukonzipierung des Bäderbetriebs stark reduziert werden kann. In Zusammenhang mit attraktiven, wettbewerbsfähigen Eintrittspreisen, wird dies vermutlich aber nicht ausreichen, um einen kostendeckenden, wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten.

Die Überlegungen zu einem zukunftsfähigen Bobinger Hallenbad sollten sich deshalb nicht nur auf den „reinen, gewohnten“ Bäderbetrieb konzentrieren, sondern sich in kreativer Weise mehr in Richtung eines ganzheitlichen Konzepts rund um den Kernbetrieb Hallenbad entwickeln. Durch Schaffung und Nutzung von Synergien, wie z.B.: einer badunabhängigen, „offenen“ Gastronomie, Tagungsräumen o.ä., könnten zusätzliche Einnahmen generiert werden, um das nach Kostenoptimierung verbleibende Defizit des Badbetriebs auf ±0.- € zu kompensieren.

Zur fraktionsübergreifenden, gemeinsamen Entwicklung eines derartigen ganzheitlichen Hallenbadkonzeptes hat die FBU-Fraktion bereits am 25.06.16 die Bildung einer eigenen Lenkungsgruppe „Hallenbad“ beantragt. Diese könnte sich ausschließlich und intensiv mit allen Detailfragen wie z.B. der folgenden Ideensammlung zur Erreichung eines kostendeckendes Betriebs auseinandersetzen, und durch Diskussion, Prüfung und Bündelung aller tragfähigen Ideen das Zukunftsmodell eines Bobinger Hallenbades zu entwickeln."

Konkrete Vorschläge zu Einnahmensteigerung und Ausgabensenkung sowie die Ausführungen zu den Punkten 2. bis 5. finden Sie im Positionspapier der FBU Bobingen, das in vollem Umfang veröffentlicht ist unter www.fbu-Bobingen.de
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