Gärtner pflegen Stadtbild

Für ein schmuckes Stadtbild sorgen Tanja Proksch und Peter Fendt mit ihren Kollegen. Foto: Stöbich


Dass es im Bobinger Stadtgebiet zur Zeit in den schönsten Frühlingsfarben blüht und grünt, verdanken die Bürger Tanja Proksch und Peter Fendt sowie deren Kollegen. Die beiden sind Vorarbeiter in der Stadtgärtnerei und sorgen seit vielen Jahren mit ihrem Team für gepflegte Anlagen und ein schmuckes Stadtbild - sei es bei kühlen Schauern im April, den Eisheiligen im Mai oder sommerlichen Temperaturen im Juni. "Egal, wie das Wetter ist - das ist definitiv mein Traumberuf", sagt Proksch, die im Botanischen Garten in Augsburg Zierpflanzengärtnerin gelernt hat.

Auch ihr Kollege Fendt, der Baumschulgärtner sowie Fachwirt für Natur- und Landschaftspflege ist, kann sich kaum eine schönere Arbeit vorstellen: "Im Außendienst sind wir viel an der frischen Luft, man kann kreativ sein und der Job ist sehr abwechslungsreich."

Immer wieder experimentieren die Gärtner, die dem städtischen Bauhof angegliedert sind, mit neuen Farben und Formen und wenn das Ergebnis sichtbar wird, freuen sich die Passanten über die schönen Muster und das frische Grün. Wieviel es im weitläufigen Stadtgebiet zu tun gibt, machen einige Zahlen anschaulich: Die Gärtner und ihre Bauhof-Kollegen betreuen eine Fläche von etwa 600 000 Quadratmetern, 6000 Blumenzwiebeln und 5700 Frühjahrspflanzen wurden angepflanzt, 80 Pflanzkübel und 60 Balkonkästen müssen gegossen und gepflegt werden.

Auch für das Mauergrün am Pfarrheim, das Mähen von Schlössle- und Singoldpark sind die Stadtgärtner zuständig sowie für die Dekoration bei größeren Feiern und Empfängen, zum Beispiel in der Singoldhalle.

"Allerdings ziehen wir die Pflanzen nicht mehr selbst, sondern kaufen sie dazu", berichtet Proksch. Angesichts der aufwendigen Arbeit ärgert sie sich, dass nicht alle Bürger die Mühe zu schätzen wissen und immer wieder Pflanztröge beschädigt und Blumen herausgerissen werden.

Neben dem Beruf liebt Peter Fendt auch seinen privaten Garten mit Obstbäumen. Auch der heimische Garten seiner Kollegin mit Rosen, Stauden und Obstbäumen wird von vielen Bobingern bewundert, die meist gar nicht wissen, wer tagaus, tagein bei jedem Wetter für ein schönes Stadtbild sorgt.

Auch im Winter wird es den Gärtnern nicht langweilig, wenn sie sich zum Beispiel gemeinsam mit dem Forst um den Stadtwald kümmern. "Einmal musste ich sogar ein ausgerissenes Schaf einfangen und vorübergehend im Hundezwinger unterbringen", erzählt Proksch.

"Wer sich für eine Berufsausbildung zum Friedhofs-, Landschafts- oder Staudengärtner interessiert, hat viele Möglichkeiten im Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbau. "Voraussetzungen sind körperliche Fitness und Flexibilität sowie ein gutes Verständnis für Farben und Formen", erläutert Fendt, "aber auch Interesse an Lebensvorgängen in der Natur, Kreativität und Teamfähigkeit sind wichtig." (Alex Mertens )
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