Insolvenzplan wird durchgewunken

Die Gläubiger der Bobinger MLB Industrial Services GmbH haben dem Insolvenzplan zugestimmt. Das Insolvenzverfahren kann damit nach rund sechs Monaten abgeschlossen werden. In der Gläubigerversammlung beim Amtsgericht Augsburg am 31. Juli wurde der Insolvenzplan ohne Gegenstimme von den Gläubigern angenommen.

"Sechs Monate intensive Arbeit haben sich gelohnt. Die Gläubiger werden deutlich besser gestellt als bei einer Zerschlagung und erhalten schneller ihre Quote. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Insolvenzordnung haben die kurzfristige Umsetzung einer Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen zur Wiedererlangung der Ertragskraft des Unternehmens ermöglicht. Das zeigt, welche Möglichkeiten das Insolvenzrecht für den Erhalt von Unternehmen bietet",so Rechtsanwalt Jörg Spies, der den Insolvenzplan erstellt hat und bereits mit Antragstellung zum weiteren Geschäftsführer mit dem Aufgabenbereich Sanierung bestellt wurde.

"Wir planen die MLB Industrial Services GmbH mit den Schwerpunkten industrielle Dienstleistungen weiterzuführen. Durch die Aufgabe nicht zum Kernbereich des Unternehmens gehörender Geschäftsfelder kann sich die MLB Industrial Services GmbH besser auf weiteres Wachstum konzentrieren. Mit der Entledigung von alten Verpflichtungen, bedingt durch die vormalige Zugehörigkeit zum Hoechst Konzern, wird die Wettbewerbsfähigkeit als Industriedienstleister gegeben wodurch sich die Attraktivität der MLB für Kunden und Mitarbeiter erhöht", so der Geschäftsführer Ludger Boeck.

Das Unternehmen habe unter den negativen Auswirkungen des Umsatzrückganges gelitten, der sich aus der Kündigung eines Outsourcing-Vertrages mit den Standortunternehmen der Industriepark Werk Bobingen ergab und den das Unternehmen noch unter der Firmierung ABB Service GmbH hinnehmen müsse. Gleichzeitig belasteten das Unternehmen Pensionsverpflichtungen für überwiegend längst ausgeschiedene Mitarbeiter, die aus dem laufenden Geschäftserfolg zu bedienen seien und in den nächsten Jahren auf das dreifache der bestehenden Belastungen anwachsen sollen. Deshalb sei im Frühjahr 2015 das Restrukturierungsverfahren wegen zum Ende 2015 drohender Zahlungsunfähigkeit eingeleitet worden.
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