Jetzt kommt Leben in die Siedlung

Quartiersmanager Bernd Beigl lädt zu Diskussionen in der Siedlung ein. Foto: Stöbich
Bobingen: Bahnhof | Peter Stöbich
Bobingen. Nach vielen theoretischen Diskussionsrunden packt Bobingens Quartiersmanager Bernd Beigl jetzt in der Siedlung richtig an und setzt seine vielen Ideen in die Praxis um. So fand im Treffpunkt "Soziale Stadt" in der Winterstraße 20 b kürzlich ein sogenannter Kreativ-Tag statt: Unter dem Motto “Mach dein Ding” konnten alle handwerklich begabten Bürger, Bastler und Hobbymaler ihre Erfahrungen und Vorstellungen austauschen.
Außerdem diskutierte an gleicher Stelle der Arbeitskreis Verkehr mit allen interessierten Siedlern. "Die bei den Bürger-Dialogen aufgegriffenen Themen in den Bereichen Verkehr und Tourismus sind an diesem Abend intensiviert und weitergeführt worden", berichtet Beigl. Mit solchen Aktionen und Veranstaltungen will man künftig verstäkt Leben in den Ortsteil bringen.
Er hat noch einen weiteren wichtigen Termin im Kalender stehen, bei dem es um Vorhaben geht, welche die Stadt gemeinsam mit den Bürgern umsetzen will: Am Donnerstag, 14. Juli, hat der Siedlerverein Stadtbaumeister Rainer Thierbach eingeladen, der ab 19 Uhr in der Schlossschenke konkrete Maßnahmen aus dem integrierten Handlungskonzept vorstellen wird.
Dazu gehören eine Aufwertung des Wertachzentrums und anderer Geschäftsbereiche sowie die Schaffung einer vitalen Achse und Umgestaltung des Siedlerplatzes. Für die Achse entlang der Grenzstraße mit den Frei- und Grünflächen vor dem Wertachzentrum, vor Kirche, Schule, Hort, Siedlerplatz, Kindergarten bis hin zum Vorbereich der Bäckerei wird dieses Jahr ein Konzept zur städtebaulichen Aufwertung und besseren Gestaltung erstellt.
Bobingen nutzt seit 2003 das Projekt „Soziale Stadt“ zur Steuerung seiner Entwicklung. Dazu gehörten zunächst Schwerpunkte im Quartiermanagement im Süden und später schwerpunktmäßig vor allem im Norden der Stadt und die Einrichtung eines Treffpunktes am Kirchplatz, heute in der alten Mädchenschule. Auch die Modernisierung der Innenstadt mit Neugestaltung des Zentrums wurde aus Mitteln der Städtebauentwicklung gefördert. Inzwischen kam die Siedlung als weiteres Tätigkeitsfeld hinzu.
"Dort ist auch ein runder Tisch zum Thema Stadtmarketing geplant", kündigt Beigl an. Gemeinsam mit den Ladeninhabern und mit Unterstützung durch die städtische Wirtschaftsförderung sowie durch externe Fachleute und ehrenamtliche Helfer soll für die Siedlung ein Stadt- bzw. Standortmarketing etabliert werden. "Die Qualitäten des Einkaufs-Standortes sollen nach außen optimal dargestellt werden", so der Quartiersmanager.
Der gelernte Bankkaufmann entdeckte seine soziale Ader vor mehr als zehn Jahren, verstärkte sein Engagement in diesem Bereich und belegte Seminare und Weiterbildungen in „soziokultureller Animation“, wie der Fachbegriff lautet. Zahlreich sind die Projekte, die er bisher angestoßen und durchgeführt hat. Zum Beispiel startete er im Augsburger Stadtteil Herrenbach vor einigen Jahren unter ausländischen Frauen eine Rezeptsammlung.
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