Kliniken feiern gemeinsamen Erfolg

Die Klinik in Bobingen fusionierte vor zehn Jahren mit Schwabmünchen. Foto: Mertens
Bobingen : Bobingen | Festakt / Städtische Krankenhäuser schreiben schwarze Zahlen
Alex Mertens
Bobingen/Schwabmünchen. Mit einem Festakt in der Bobinger Singoldhalle haben die Wertachkliniken ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Vertreter der beiden städtischen Krankenhäuser und des öffentlichen Lebens erinnerten an die Fusion und die erfolgreiche Entwicklung an den Standorten Bobingen und Schwabmünchen. Ärztlicher Direktor Dr. Michael Küchle sagte, das damalige Engagement habe sich gelohnt. Alle Redner waren sich einig, dass der gute Ruf und das Vertrauen, das die Kliniken genießen, vor allem den Mitarbeiter zu verdanken sei.
Beide Häuser seien ein wichtiger Standortfaktor im südlichen Augsburger Landkreis, der nicht nur medizinischer Versorger, sondern auch Arbeitgeber und Ausbilder ist. Dass heute schwarze Zahlen geschrieben werden, darüber freuen sich nicht nur die Bürgermeister der beiden Städte. Dort hatte 2005 die Situation noch ganz anders ausgesehen als heute: Beide, damals städtisch betriebenen Häuser, waren stark defizitär und die Schließung drohte. Doch seit der geglückten Fusion schreiben die Kliniken eine Erfolgsgeschichte.
"Wir sind kleine Einheiten und versuchen, schlagkräftig zu sein", sagt Klinik-Vorstand Martin Gösele. "Unser Vorteil liegt darin, dass wir nicht an beiden Standorten jedem das gleiche anbieten." Die Notfallbehandlung und Erstversorgung, die Geburtshilfe und Gynäkologie sind an beiden Standorten erhalten geblieben. Dafür ist die Krankenpflegeschule inzwischen in Bobingen zu Hause und in Schwabmünchen wird das Essen gekocht.
In Bobingen stehen für die Patienten insgesamt 130 Betten, aufgeteilt in folgende Fachrichtungen, zur Verfügung: Unfall- und Wiederherstellungschirurgie inklusive plastische Chirurgie, Innere Medizin mit Onkologie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Hals/Nasen/Ohren.In Schwabmünchen stehen für Patienten insgesamt 126 geförderte Betten zur Verfügung in den Fachrichtungen: Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe.
Telemedizin und Teleradiologie sorgen für den schnellen umfassenden Informationsaustausch, den die Kliniken bei einer Verlegung der Patienten benötigen. Kooperationen mit niedergelassenen Partnern, unter anderem in den Bereichen Onkologie, Neurologie, Psychologie, sollen für eine optimale Diagnostik und Ergänzung der Behandlungsmöglichkeiten vor Ort sorgen.
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