Kulturzentrum als Zeichen der Integration

An der Max-Fischer-Straße entsteht die neue Begegnungsstätte. Foto: Stöbich
Peter Stöbich
Bobingen. Der vor zwei Jahren begonnene Neubau des Kulturzentrums für die Muslimgemeinde zeigt jetzt seine ungewöhnliche Form: Zwei unregelmäßige Vielecke bilden die beiden großen Gebäudetrakte im Industriegebiet an der Max-Fischer-Straße; Bauherrin ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion.
Den Moscheebau sieht Bürgermeister Bernd Müller als Symbol für gelungene Integration in Bobingen: „Es ist ein Zeichen der Normalität, eine Hinwendung zur neuen Heimat." Die Muslimgemeinde zählt rund 350 Mitgliedsfamilien mit insgesamt rund 1100 Menschen. Diese leben im südlichen Landkreis Augsburg. In den 1970er-Jahren sollen es rund 2000 gewesen sein. Mit der Schrumpfung der Faserindustrie in Bobingen sank die Zahl jedoch stark. Da es hier keine andere Moschee gibt, kommen alle Gläubigen aus den Bereichen Schwabmünchen, Lechfeld und Königsbrunn zum Gebet in Bobingen zusammen.
Die derzeitige Begegnungsstätte der muslimischen Gemeinde ist sehr beengt und die Parkplatz-Situation schwierig; deshalb gab es schon seit längerem Pläne für ein neues Kulturzentrum in Bobingen. Es liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 38, der unter anderem auch Anlagen für kirchliche und kulturelle Zwecke zulässt.
Im nördlichen Gebäudetrakt sind Gebetsräume für 300 bis 500 Gläubige vorgesehen, für die Männer im Parterre, für die Frauen im ersten Stock. Dieser Teil wird nur dem Gebet vorbehalten sein. Sich zur Straße hin öffnend, zeigt sich der weltliche Teil des Neubaus, wo Begegnungen und Veranstaltungen stattfinden sollen. Das freistehende Minarett wird mit 18 Metern Höhe um zwei Meter niedriger sein als baurechtlich möglich ist. Laut Bauplan hat es keinen Aufgang, keinen Balkon und keine Lautsprecher.
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