Mit Volldampf über die Bühne: Der "Sound Train" rollt durch die Singoldhalle

Viel Spaß haben als Freizeit-Rocker auch Norbert Wagner und Thomas Karl.
 
Der Sound-Train aus Bobingen rollt schon seit 1984 über die Bühne.
Bobingen : Bobingen |

Zum traditionellen Tanz in den Mai lädt die Gruppe "Soundtrain" Ende dieses Monats in die Bobinger Singoldhalle ein. Am Sonntag, 30. April, werden ab 20 Uhr schwungvolle Oldies und aktuelle Hits zu hören sein. Die Band hat viele treue Fans, denn schon seit Jahrzehnten sorgt sie nicht nur im Bobinger Raum mit Hits von A wie Abba bis Z wie Zillertaler Schürzenjäger für Stimmung.

Von der Erstbesetzung ist Kurt Kronberger der Einzige, der seit der Gründung 1984 immer noch mit dabei ist. Als Zwölfjähriger hatte er seinen ersten Auftritt mit einer Heimorgel bei der Silberhochzeit seiner Eltern. „Etwas professioneller wurde es dann erst etliche Jahre später bei einem Konzert in der Friedberger Stadthalle.“
Wie Kronberger verdient auch Bandleader Uwe Göbel seinen Lebensunterhalt als kaufmännischer Angestellter, "doch ein ganz großer Teil unseres Lebens dreht sich um die Musik“, schildern sie, „unsere Töchter kennen es überhaupt nicht ohne Sound Train.“ In ihrer langen Geschichte hat die Band überall im Großraum Augsburg gespielt, wo Partystimmung angesagt war: auf dem Plärrer ebenso wie in der Singoldhalle, bei Hochzeiten und Tanzschul-Abschlußbällen, bei unzähligen Stadt- und Straßenfesten.
Geprobt wird in der Regel 14-tägig, wobei die moderne Digitaltechnik sehr hilfreich und zeitsparend ist: Gespeicherte Einstellungen lassen sich auf einem digitalen Mischpult mit einem Knopfdruck abrufen, während früher mühsames Nachjustieren notwendig war. "Dank unserer Lichtanlage auf LED-Basis müssen wir auch nicht mehr unter heißen 500 Watt-Scheinwerfern schwitzen", sagt Göbel. Er erinnert sich noch mit Schrecken an einen Auftritt bei der Königsbrunner Gautsch, als eine gewaltige Unwetterfront hinter der Bühne aufzog und Blitze die Light-Show der Band dramatisch erweiterten. "Zum Glück zog der Sturm knapp an uns vorbei und wir konnten weiterspielen."
Jedes der sechs Band-Mitglieder bringt seine persönlichen Vorlieben und damit Abwechslung in die Gruppe. Während Uwe auf Country-Rock zum Beispiel von den Eagles steht, bevorzugt Kurt Jazz und Swing. So verfügt "Sound Train" über ein sehr vielseitiges Repertoire in mehreren Sprachen mit Songs von den Beatles und Bee Gees über Santana und Sting bis zu Wolfgang Petry und der Spider Murphy Gang. "So können wir die passende Musik im Original-Sound zu jedem Anlass bieten“, sagt Uwe, „und das alles live ohne Playback oder Sequenzer.“
Bassist Thomas Karl vertauscht in seiner Freizeit die schwarze Anwaltsrobe mit dem eleganten Bühnenanzug und singt gern Oldies wie „Hang on Sloopy“ oder „Ring of fire“. „Bevor wir gemeinsam aufgetreten sind, haben wir einander schon viele Jahre aus der Musikerszene gekannt“, erzählt Karl; Bandnamen wie Atlantis, Heaven Boys, Lovelight oder High Flight sind heute Legende. Obwohl einAuftritts-Martathon wie im Fasching mit zunmehmendem Alter spürbar Kraft kostet, beziehen die Musiker von einem begeisterten Publikum auch Energie: „Wenn wir um zwei oder drei Uhr nachts abbauen, wird fast immer gesungen“, verrät Göbel. Und für alle drei hat sich ihre Freude am Musizieren entscheidend fürs Leben ausgewirkt: Sie haben dabei ihre Frauen kennen gelernt.
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