Mit Volldampf über die Bühne: „Sound Train“ sorgt nicht nur in Bobingen für Stimmung

Mit dem Silvesterball der „Augspurgia“ in Stadtbergen geht dieses Jahr für die Bobinger Band „Soundtrain“ zu Ende, doch 2016 stehen schon wieder zahlreiche Auftrittstermine im Kalender der Musiker: Am 15. Januar werden sie in der Singoldhalle einen Tanzschul-Abschlussball umrahmen, am 30. Januar den Faschingsball in der Turnhalle Hochzoll. Zu ihrer „Dance Night“ lädt die Gruppe dann wieder am 30. April in die Bobinger Singoldhalle ein – für Bandleader Uwe Göbel und Gründungsmitglied Kurt Kronberger ein Heimspiel, dem sie mit viel Freude entgegensehen. Ihren Lebensunterhalt verdienen beide als kaufmännische Angestellte, die Musik ist seit Jahrezehnten ein unverzichtbares Hobby.

In seiner Freizeit vertauscht Bassist Thomas Karl aus Königsbrunn seine schwarze Anwaltsrobe mit dem eleganten Bühnenanzug und singt gern Oldies wie „Hang on Sloopy“ oder „Ring of fire“. „Bevor wir gemeinsam auftraten, haben wir einander schon viele Jahre aus der Musikerszene gekannt“, erzählt Karl; Bandnamen wie Atlantis, Heaven Boys, Lovelight oder High Flight sind heute Legende. Seine Liebe gilt dem deutschen Schlager ebenso wie fetzigem Rock’n’Roll, den er in seiner zweiten Band „Phönix“ pflegt; als Discjockey ist er außerdem häufig bei Hochzeiten und Parties unterwegs.

Auch die übrigen Musiker bringen in die Band ihre persönlichen Vorlieben ein und damit Abwechslung. Während Uwe Göbel auf Country-Rock zum Beispiel von den Eagles steht, bevorzugt Kurt Kronberger Jazz und Swing, singt bei „Piano & Voice“ in Königsbrunn und ist dort auch in der Theater-Schmiede aktiv. So verfügt die sechsköpfige Gruppe über ein reichhaltiges Repertoire mit Songs von den Beatles und Bee Gees über Santana und Sting bis zu Wolfgang Petry und der Spider Murphy Gang.

Gesungen werden auch aktuelle Chart-Hits in drei Sprachen, nämlich deutsch, englisch und italienisch. „So können wir die passende Musik im Original-Sound zu jedem Anlass bieten“, sagt Göbel, „und das alles live ohne Playback oder Sequenzer.“ In ihrer langen Geschichte hat die Band überall im Großraum Augsburg gespielt, wo Partystimmung angesagt war: Auf dem Plärrer ebenso wie bei der Lechhauser Kirchweih, bei Hochzeiten und Tanzschul-Abschlussbällen, bei unzähligen Stadt- und Straßenfesten.

„Ein ganz großer Teil des Lebens dreht sich um die Musik“, schildert Göbel, „unsere Töchter kennen es überhaupt nicht ohne Sound Train.“ Geprobt wird in der Regel 14tägig, wobei die moderne Digitaltechnik sehr hilfreich und zeitsparend ist.
Schon als Zwölfjähriger hatte Kurt Kronberger seinen ersten Auftritt mit einer Heimorgel bei der Silberhochzeit seiner Eltern. „Etwas professioneller wurde es dann erst etliche Jahre später bei einem Konzert in der Friedberger Stadthalle!“
Obwohl ein mehrstündiger Auftritt vor allem mit zunehmendem Alter Kraft kostet, beziehen die Musiker von einem begeisterten Publikum auch Energie: „Wenn wir um zwei oder drei Uhr nachts abbauen, wird fast immer gesungen“, verrät der Bassist. Und für alle drei hat sich ihre Freude am Musizieren entscheidend fürs Leben ausgewirkt: Sie haben dabei ihre Frauen kennen gelernt. Karl: „Meine Sybille war die Schwägerin des Keyboarders bei High Flight.“
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