Neue Ziele für das Bobinger Zentrum

Stadtbaumeister Rainer Thierbach erläuterte die Pläne für das Bobinger Zentrum. Foto:; Stöbich
Bobingen : Bobingen |

Mit der Zentrumsgestaltung hat sich der Bobinger Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung erneut beschäftigt. Anlass war eine Vorverkaufsrechtsanfrage bezüglich eines Grundstücks in der Bahnhofstraße 5; das bestehende Einfamilienhaus möchte der neue Eigentümer als Wohnhaus nutzen.
Das entspreche nicht den städtebaulichen Zielen der Stadt, erklärte Stadtbaumeister Rainer Thierbach. Denn in diesem Bereich wolle man ein neues, architektonisch und städtebaulich hochwertig gestaltetes Wohn- und Geschäftshaus, "das prägnant die Eingangssituation Bahnhofstraße / Südlicher Rathausplatz definieren soll". In diesem Zusammenhang sollte auch die Rathausstraße zum Boulevard aufgeweitet werden.

Zuletzt war vor eineinhalb Jahren über eine Änderung des Bebauungsplans mit der Nummer 48 diskutiert worden. „Aus unserer Sicht sind der Plan von 1993 und seine Festsetzungen in vielen Teilen überholt“, so Thierbach. Das führte zum Beispiel bei den Neubauten auf dem ehemaligen Gläuberhof-Grundstück dazu, dass von den Festsetzungen des alten Bebauungsplans zahlreiche Befreiungen erforderlich waren.
Schon Anfang der 1990er Jahre wurde für den südlichen Rathausplatz ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt und auf Basis der mit dem ersten Preis ausgezeichneten Arbeit ein Bebauungsplan erstellt. Unter anderem war ein großzügiger Ersatzbau für den jetzigen Sitzungssaal einschließlich Nebenräumen und Café vorgesehen, mit eigenem Eingang zum südlichen Rathausplatz.
Die öffentlichen Nutzungen Rathaus, Sitzungssaal, Jahnhalle und Jugendzentrum sollten durch einen Pavillon auf dem Mitarbeiter-Parkplatz des Rathauses ergänzt werden, der eine Sozialstation mit Seniorentreff aufnehmen sollte. Letztlich blieb der südliche Rathausplatz bis heute aber eine provisorische öffentliche Parkfläche für die Bobinger Innenstadt.
Mit der vom Ausschuss beschlossenen Bebauungsplan-Änderung will die Verwaltung unter anderem folgende Ziele erreichen:
* Eine bessere städtebauliche Anbindung des in zweiter Reihe liegenden südlichen Rathausplatzes an die Hauptverkehrsachse Bahnhofstraße.
* Die Gestaltung des Bereichs vor der alten Mädchenschule samt Eingang zum geplanten neuen „Treffpunkt Bücherei“.
* Die Sanierung beziehungsweise Erweiterung des bestehenden Sitzungssaals.
* Gestaltung der Anbindung Rathaus-/Pestalozzistraße zum neuen Stadtplatz.
Derzeit ist als Art der baulichen Nutzung ein Mischgebiet festgesetzt; ausgeschlossen sind lediglich Tankstellen und Gartenbaubetriebe. Thierbach empfahl, man solle auch das Grundstück der alten Mädchenschule teilweise mit aufnehmen. Die im Mischgebiet zulässigen Vergnügungsstätten will der Stadtbaumeister ebenso ausschließen wie Anlagen für sportliche Zwecke: „Denn die sind im Hinblick auf die Lärm- und Parkplatzsituation in der Innenstadt nicht erstrebenswert!“ Die weiteren Grundlagen für den Bebauungsplan könnten im Rahmen eines Planungswettbewerbs oder einer Bürgerwerkstatt erarbeitet werden, so Thierbachs Vorschlag.
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