Neues Bobinger Hallenbad für FBU denkbar

Die Zukunft des Hallenbades beschäftigt auch im neuen Jahr den Bobinger Stadtrat. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen | Viele wichtige Themen stehen in den kommenden Monaten auf dem Arbeitsprogramm des Bobinger Stadtrats. Unter anderem soll es Entscheidungen zur Friedhofs-Gestaltung sowie zur Straßenausbau- und Informationsfreiheits-Satzung geben. Bei den laufenden Haushaltsberatungen hat vor allem ein aktuelles Problem große Bedeutung, denn dabei geht es um einen zweistelligen Millionenbetrag: Die Sanierung des Hallenbades "Aquamarin" beschäftigt die Ratsmitglieder schon seit zwei Jahren, aber bisher haben sie sich noch nicht zu einer Lösung durchgerungen, die auch einen kompletten Neubau beinhalten könnte.
Eine Veranstaltungsreihe der Freien Bürger-Union (FBU) zum zum Thema Hallenbad war im vergangenen Jahr gut besucht. Jetzt hat die FBU ein Positionspapier vorgelegt, das in die Stadtratsarbeit einfließen soll. Eine Investition unter 14 Millionen Euro sei vertretbar, heißt es darin, wenn der Betrieb dann kostendeckend bleibe.

In der vierseitigen Ausführung schätzt die FBU einen Badneubau als durchaus finanzierbar ein, wenn er ihren Grundvoraussetzungen entspreche. Miet- und Pachteinnahmen, Eintrittspreise, Nutzung von Werbeflächen, optimierte Öffnungs- und Nutzungszeiten sowie Veranstaltungen könnten zur Kostendeckung beitragen.
Gleichzeitig sollten Bauweise, Raumkonzept und Energietechnik zur Kosteneinsparung beitragen. Die FBU hält „eine absolute Obergrenze von zehn Millionen Euro für die bauliche Herstellung des Badbetriebes für vertret- und darstellbar“. Für ergänzende Baumaßnahmen zur Einrichtung potenzieller
Synergienutzungen sei ein zusätzliches Budget von bis zu 30 Prozent der Bau- und Baunebenkosten notwendig.

Eine Sanierung des Altbaus sei zu riskant und vermutlich auch zu teuer. Nach Vorstellung der FBU solle ein 25-Meter-Becken auf eine Nutzung durch Familien, normale Schwimmer, Kursteilnehmer, Wellness, Schulen und Vereine ausgelegt werden. Ein Spaßbad will auch sie nicht. Für einen wirtschaftlichen Betrieb sei allerdings gleichzeitig die Erweiterung der räumlichen Angebote
nötig, etwa durch offene Gastronomie oder Tagungsräumen und Kletterwand. Die Neukonzeption des Betriebs müsse dabei höchstmögliche Synergie mit sich bringen, um kostendeckend zu sein.

Zur bisherigen Standortdiskussion sagt die Bobinger FBU: Ein Neubau des Hallenbades sollte an gleicher oder vergleichbarer Stelle wie das bestehende Bad errichtet werden. Ein Neubau hinter dem jetzigen Hallenbad sei ihrer Ansicht nach nicht zielführend, weil damit baulich nicht optimal auf die Schaffung von Synergien zwischen Hallen- und Freibad sowie den Zusatznutzungen eingegangen werden könne.
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