Roy Black bekommt ein Legendenschild

Ans Grab von Roy Black in Straßberg werden zum 25. Todestag viele Fans kommen. Foto: Stöbich
 
Viele Erinnerungsstücke an den Sänger hat Susann Meyer gesammelt.
Bobingen : Bobingen | Auch ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod im Jahr 1991 ist der Schlagerstar Roy Black nicht vergessen. Im Oktober soll es anläßlich seines 25. Todestages eine ganz besondere Gedenkfeier geben, zu der in seiner Heimatstadt Bobingen viele Fans erwartet werden. Am Gerhard-Höllerich-Ring, so der bürgerliche Name des Künstlers, wird nach dem Sonntagsgottesdienst am Sonntag, 9. Oktober, um 10.30 Uhr ein sogenanntes Legendenschild angebracht. "So erfahren auch nachfolgende Generationen etwas über den Sänger, der heuer 73 Jahre alt geworden wäre", sagt Kulturamts-Leiterin Elisabeth Morhard. „Schon heute wissen viele junge Leute gar nicht mehr, wer das war.“ Sie bereitet für 8. Oktober einen Gala-Abend in der Bobinger Singoldhalle vor. Dabei werden die zahlreichen Fans, die jährlich zu den Geburts- und Todestagen nach Straßberg pilgern, interessante Fotos, Preise und andere wertvolle Stücke aus dem Nachlass des Künstlers bewundern können.
Die Pläne, für das Bobinger Stadtarchiv den künstlerischen Nachlass von Roy Black zu erwerben, hat Morhard noch nicht aufgegeben. Derzeit gebe es aber weder konkrete Verhandlungen noch einen Investor, sagt sie, und darum auch nicht das seit langem diskutierte Museum: "Grundsätzlich besteht zwar Interesse, aber es sind keine geeigneten Räume in Aussicht!" Es geht um die umfangreiche Sammlung von Irmgard und Friedhelm Tiemann aus Dortmund, die viele Jahre eng mit Gerd Höllerich befreundet waren.
Für den musikalischen Teil ist am 8. Oktober Blacks ehemalige Band „The Cannons“ gemeinsam mit Kay Dörfel zuständig, der derzeit in den Fußstapfen des großen Sängers aus dem kleinen Straßberg wandelt. Mit Dörfel wird in der Singoldhalle auch Günter Ortmann aus Augsburg auf der Bühne stehen, der ehemalige Gitarrist in Blacks Band. "Wir waren bei einem Auftritt im Sommer 1964 von Polydor-Produzent Hans Bertram entdeckt und im September unter Vertrag genommen worden", erinnert sich Ortmann.
Mit Roy Black ist 1991einer der ganz großen Stars im deutschen Schlagergeschäft gestorben. Er wurde am 25. Januar 1943 im Hause seiner Großeltern an der Frieda-Forster Straße. in Straßberg geboren und verbrachte dort seine Kindheit bis zum 15. Lebensjahr. Im Wirtshaus "Reichsadler" trat regelmässig ein Maurergeselle auf; dieser brachte Gerd das Gitarrespielen bei und sie sangen abends am Lagerfeuer oder im Wirtshaus. 1958 zog die Familie Höllerich nach Göggingen und die Jugendlichen trafen sich wie heute noch am Königsplatz. Sein erster offizieller Auftritt war 1963 in der Bar "Karly´s Affenstall".
Am 14. September 1963 gründeten Gerd, Dieter Schwedes, Dieter Sirch, Helmut Exenberger, Peter Schwedes und Günther Ortmann in Gerds Partykeller die Band "Roy Black and the Cannons”. Den Talentwettbewerb der Oberschulen gewannen sie im Juni 1964 im Augsburger Moritz-Saal.
Die letzten Hits hatte der Sänger 1972 mit "Eine Rose schenk ich dir" und "Mein Herz ist bei mir“. Die Alben, die bis 1974 auf dem Markt kamen, fanden keinen Absatz mehr. Der Künstler machte die Erfahrung, dass er nicht mehr der gefeierte Star war, und litt zunehmend unter persönlichen Problemen. Am 9. Oktober 1991 starb er einsam in seiner Fischerhütte im bayerischen Heldenstein.
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Erika Buschdorf aus Neusäß | 27.08.2016 | 17:00  
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