Stadt macht Schulweg sicher

Bobingen : Bobingen | Gegen uneinsichtige Eltern wollen Polizei und Stadtverwaltung jetzt gemeinsam vorgehen und die problematische Verkehrssituation an der Real- und Singoldgrundschule am Willi-Ohlendorf-Weg endgültig regeln. Es ist fast ein Jahr her, dass CSU-Fraktionssprecher Hans-Peter Dangl in einem Antrag festgestellt hatte: "Zum Unterrichtsbeginn und -ende drängt sich neben den Bussen eine Vielzahl von Elternautos, insbesondere im südöstlichen Bereich der Wendeschleife, um den Kindern einen möglichst kurzen Weg zwischen Schule und Auto zu ermöglichen".
Während nicht nur die Bushaltebucht zum Aus- und Einsteigen der Kinder verwendet wird, blockieren die Eltern häufig in zweiter und zum Teil dritter Reihe die Fahrspur. Bemühungen seitens der Schulleitung um gegenseitige Rücksicht und die Bitte, die Kinder etwas entfernter als vom Idealpunkt des kürzesten Weges aussteigen zu lassen, wurden meist nicht befolgt, so dass Anfang dieses Jahres der städtische Hauptausschuss nach Lösungen suchte. Eine Besprechung im Bobinger Rathaus folgte Mitte Mai mit Vertretern von Schulen, Landratsamt und Polizei, die intensiv über unterschiedliche Lösungen diskutierten.
"Es geht nur über den Geldbeutel", sagte Bürgermeister Bernd Müller in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Jedermann könne Verkehrssünder anzeigen, die sich künftig nicht an folgende Regeln halten: Die Einfahrt zur Kehrschleife wird in der Zeit zwischen 7 und 14 Uhr auf Busse und Berechtigte beschränkt; zum Beispiel bekommen die Lehrkräfte entsprechende Ausweise. Das Halteverbot in der Kurve wird durch eine Markierung auf der Fahrbahn ergänzt. Ab dem neuen Schuljahr im Herbst ist eventuell der Einsatz weiterer Schülerlotsen sinnvoll.
Der Festplatz soll als sicherer Anfahrbereich für die Eltern dienen; zwischen dem Platz und der Fußgängerampel wird eine direkte Verbindung geschaffen, was rund 8000 Euro kostet. Geplant ist der Neubau einer Treppe mit Metallgeländer; bis diese fertig ist, müssen die Schüler die bestehende Treppe am Übergang zur Singoldhalle nutzen. Mit dieser Lösung erklärten sich die Fraktionssprecher im Ausschuss ohne lange Diskussion einverstanden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.