Tag des offenen Denkmals: Das Cosimosinische Schlößchen in Bobingen

Wann? 11.09.2016 10:00 Uhr bis 11.09.2016 15:00 Uhr

Wo? Cosimosinisches Schlößchen, Lindauer Str. 10, 86399 Bobingen DE
Bobingen: Cosimosinisches Schlößchen |

Der „Tag des offenen Denkmals“ findet immer am zweiten Sonntag im September statt. Das Kulturereignis hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der ganzen Republik etabliert. Überall werden historische Bauten, Gärten und Grabungen geöffnet und teilweise mit Rahmenprogramm erlebbar gemacht. Alljährlich nutzen mehrere Millionen Menschen in Deutschland die Gelegenheit rund 20.000 Denkmale zu besichtigen.

Auch in Bobingen ist der alljährliche Tag des offenen Denkmals inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden. Getreu dem diesjährigen Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ öffnet das Cosimosinische Schlößchen in der Lindauer Straße 10 seine Pforten für Besucher. Der älteste erhaltene Profanbau der Stadt entstand 1548 auf Resten eines kleinbürgerlichen Wohnhauses und wurde später zum Sommer- und Jagdschlösschen ausgebaut. Um 1630 kaufte der Augsburger Stadtrat dem florentinischen Junker Cosimo Sini das Schlösschen ab. Heute ist ein Rest der barocken Innenausstattung erhalten, ebenso wie der Barock-Dachstuhl mit Kornschütten und Andreaskreuzen. Das Gebäude wurde von den Besitzern Stephanie und Michael Heidler fachgerecht restauriert, wobei sehr sensibel vorgegangen werden musste, denn das Schlösschen ist das älteste nichtkirchliche Gebäude im weiten Umkreis Bobingens.
Wegen dieser besonderen historischen Bedeutung hat sich hier nicht nur das das Landesamt für Denkmalpflege, sondern auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die sonst nur größere Projekte fördert, finanziell beteiligt. Darüber hinaus wurden durch eine Spende des Heimatvereins D´Hochsträßler die Fenster aus handgeblasenem Glas finanziert.

Am Tag des offenen Denkmals, am 11. September, wird das Schlösschen von 10 bis 15 Uhr für Interessierte geöffnet sein. Im Erdgeschoss können der Eingangsflur sowie zwei Zimmer besichtigt werden, außerdem bringt Michael Heidler den Besuchern die Geschichte des historischen Gebäudes näher.
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