Theaterschmiede Bobingen spielt "Der schwarze Berg"

Therran, der Herrscher des Erdreichs, berät sich mit dem Erdgeist Knork und der bösen Zauberin Böörna. Foto: Franz Kaufmann


Die Gier der Menschen zerstört nach und nach die Welt, bis nichts mehr bleibt als eine trostlose Landschaft. Die Theater-Schmiede Bobingen hat das Umweltmärchen "Der schwarze Berg" in der Singoldhalle in Bobingen gespielt.

Theater-Schmiede-Chefin Ingrid Schmid wählte das Stück von Olaf Krätke, in dem neben elf erfahrenen Schauspielern auch 15 Kinder und Jugendliche aus der "Nachwuchsschmiede Schmiedlinge" zum Einsatz kamen. "Alle zusammen haben ihre Sache super gemacht und waren mit viel Spaß und Freude dabei", resümierte die Regisseurin.

Vor allem die Hauptdarsteller Brugu (Theresa Adolf) und Miro (Ralph Miethig), die in allen acht Akten dabei waren und Mammutrollen zu bewältigen hatten, überzeugten durch ihre prickelnde Mimik und Gestik sowie unwahrscheinliche Textsicherheit.

Von Erzählerin Brigitte Gerhardt auf die Reise durch die verschiedenen Welten geschickt, machen sich die beiden auf, um den schwarzen Berg zu erreichen und dort den "Kristall der Ewigkeit zu bergen", der ihnen Macht über alles verleihen soll. Nach und nach zerstören sie den Lebensraum der Tiere und Pflanzen. Den Herrscher des Reiches der Naturalien, den gefürchteten Zauberer Cirin (Helmut Geißler), lässt Brugu seine Macht demonstrieren und sich in ein Bonbon verwandeln, das sie dann genüsslich vernascht, um so in das Reich Therrans (Georg Merz), dem Meister der Erde, vorzudringen. Mit dem Zauberstab Cirins verwandelt Brugu dort alles in eine tote, kalte Betonwüste.

Um zum schwarzen Berg zu gelangen, setzen Brugu und Miro auch den Wasserkönig Blubb (Peter Sedlacek) außer Gefecht und rauben den Luftgeistern durch die Vernichtung des letzten Bäumchens die Lebensexistenz. Da ihnen so auch die Luft zum Atmen fehlt, erreichen die zwei gerade noch ihr Ziel. Nuith (Jürgen Hack), der Wächter des Kristalls der Ewigkeit, zeigt ihnen kurz den Kristall und prophezeit ihnen, dass sie die Höhle nie mehr verlassen werden.

Auf einen aufwändigen Bühnenaufbau konnte die Theater-Schmiede dieses Mal verzichten. Die Bildauswahl der Leinwandprojektion, technisch gekonnt in Szene gesetzt vom Team der Singoldhalle, Erwin Müller und Daniel Staschinski, nahmen Ingrid Schmid und Peter Sedlacek vor, die akustische Untermalung Georg Merz. Mehr findet sich im Internet unter www.theaterschmiede.de. (oh)
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