Unvernünftige Väter und Mütter werden über den Geldbeutel erzogen

BU: Ausgeweitet wird die Tempo 30-Zone in der Römerstraße. Foto: Mertens
Bobingen : Bobingen | Gut aufpassen sollten alle Autofahrer in nächster Zeit in Bobingen, denn in einigen Bereichen gelten neue Verkehrsvorschriften. Mit den Einzelheiten beschäftigten sich die Mitglieder des Bau-und Planungsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Auf Antrag der CSU-Stadtratsfraktion wird die Römerstraße auf ihrer gesamten Länge zwischen Kirchplatz und Wertachstraße als Tempo 30-Zone ausgewiesen; diese Beschränkung gilt auch für den einmündenden Vogtei- und Schreiberweg sowie für die Brunnenstraße.
Auf die geänderte Vorfahrtsregelung sollen die Autofahrer durch Schilder hingewiesen werden. Bisher gab es die 30er-Zone und ein sogenanntes Piktogramm auf der Fahrbahn nur im südlichen Bereich der Römerstraße. Der Bauausschuss hatte schon vor einiger Zeit über einen Antrag diskutiert, um die gefährliche Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Römerstraße/Bäckerstraße zu entschärfen.
Auslöser dafür war, dass die Eigentümerversammlung der Anlage für betreutes Wohnen in der Bäckerstraße diesen Wunsch an den Seniorenbeirat herangetragen hatte, der dies an die Verwaltung weiterleitete. Trotz kontroverser Debatte im Ausschuss wurde ein über das eigentliche Anliegen hinausgehender Beschlussvorschlag formuliert und darüber abgestimmt, dass der gesamte Bereich zwischen Römer- und Hochstraße als Zone 30 ausgewiesen werden soll.
CSU-Fraktionssprecher Hans-Peter Dangl: „Ausgerechnet in dem Bereich, in dem beide Fußwege auslaufen und in der Nähe des beliebten Veranstaltungsortes Mittlere Mühle mit höherem Fußgängeraufkommen wird die Zone 30 beendet.“ Deshalb hatte die CSU beantragt, den beschränkten Bereich bis hin zur Wendelin-Kapelle auszudehnen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es wie schon öfters um die Verkehrssicherheit vor den Bobinger Schulen, weil sich unvernünftige Mütter und Väter beim Transport ihrer Kinder nicht an die Verkehrsregeln halten. "Leider muss man sie über ihren Geldbeutel erziehen", sagte Bürgermeister Bernd Müller.
Sowohl vor der Laurentius-Grundschule als auch vor der Grundschule an der Singold darf künftig nicht mehr kreuz und quer gehalten werden, sondern es gibt jetzt spezielle Berechtigten-Ausweise für die Lehrer, Hausmeister und Busse. Wer die Sperrungen an der Pestalozzistraße beziehungsweise am Willi-Ohlendorf-Weg nicht beachtet, muss mit verstärkten Polizeikontrollen, einer Anzeige und Geldbußen rechnen.
Als Alternative zum Eingang der Singold-Schule bietet die Stadt Eltern den Festplatz als Haltepunkt an: Dieser soll nun als sicherer Anfahrtsbereich für die "Eltern-Taxis" dienen. Zwischen dem Platz und der Fußgängerampel wird dazu eigens eine direkte Verbindung geschaffen, was rund 8000 Euro kostet. Geplant ist der Neubau einer Treppe mit Metallgeländer. Bis diese fertig ist, müssen die Schüler die bestehende Treppe am Übergang zur Singoldhalle nutzen.
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