Bauplätze bleiben Mangelware - Stadt Bobingen kann die starke Nachfrage nicht befriedigen

In der Stadt Bobingen sind erschwingliche Baugrundstücke rar. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen |

Wer derzeit in Bobingen einen bezahlbaren Bauplatz bekommt, kann sich glücklich schätzen: Die Nachfrage übersteigt das Angebot wie in vielen anderen Kommunen um ein Vielfaches.

Deshalb hatten die Stadtrats-Fraktionen von CSU, FBU, Freien Wählern und Grünen vor der Sommerpause einen gemeinsamen Antrag zur Entwicklung von Wohnbaufläche gestellt.
Die Stadtverwaltung sollte Möglichkeiten aufzeigen, wie Flächen erworben und zum Bauland entwickelt werden können. Dafür sollten im nächsten Haushalt Mittel bereitgestellt werden. Es sei davon auszugehen, heißt es in dem Antrag, dass es auch in den nächsten Jahren eine starke Nachfrage nach Wohnraum und Baugrundstücken geben werde.

"Allein durch die Entstehung der Uniklinik Augsburg wird es eine Vielzahl von Arbeitnehmern geben, die in der Region Wohnraum benötigen", stellt zweiter Bürgermeister Klaus Förster (CSU) fest; auch der Augsburg Innovationspark und die vielen Institute ziehen schon jetzt hoch qualifizierte Menschen in die Region.

Suche nach möglichen Bauplätzen

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses gab Barbara Tugemann vom Bauamt den Ball jedoch wieder an die Stadträte zurück und betonte: "Wir brauchen klare Vorgaben des Stadtrats, ob und wo Bauflächen im Flächennutzungsplan erweitert oder neu aufgenommen werden sollen beziehungsweise in welchen Bereichen Grundstücksverhandlungen über die Ausweisung neuer Bauplätze geführt werden sollen."

Die einzige absehbare Baugebiets-Erweiterung ist laut Tugemann der zweite Planungsabschnitt des Baugebiets in der Siedlung, deren Fläche sich die Stadt bereits durch einen Vertrag gesichert hat. Schon vor zwei Jahren habe es erfolglose Gespräche über einen Ankauf landwirtschaftlicher Flächen im Bereich südlich des Werksgleises bis zur Südspange gegeben. Diese Planung konnte dann aber wegen der Preisvorstellungen der Grundstückseigentümer nicht weiter verfolgt werden.

Vor wenigen Wochen wurden die Grundstücksbesitzer im Bereich westlich des Schwettingerweges wegen einer Erweiterung des Baugebiets Point angeschreiben. "Ergebnisse gibt es bisher noch keine", so Tugemann. Wie stark die Nachfrage nach Baugrundstücken auch in Bobingen ist, macht Klaus Förster an einem Beispiel deutlich: "Für sieben angebotene Bauplätze in der Point gab es kürzlich zehnmal soviel Bewerber.“

„Für eine gesunde Bevölkerungsentwicklung in Bobingen ist es wichtig, dass nicht nur viele Sozialwohnungen geschaffen werden, die zweifelsfrei wichtig sind“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag der Fraktionen. Es müssten auch Wohnraum und vor allem Neubaugrundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften angeboten werden, um Menschen mit gehobenem und gesichertem Einkommen eine Heimat in Bobingen zu geben.

Davon profitiere dann nicht nur der städtische Haushalt durch die Anteile der Einkommensteuer, sondern das stärke auch Einrichtungen wie Kinderkrippen und Kindergärten, Schulen und Vereine. Mit der bereits geplanten Ausweisung von weiteren 27 Bauplätzen am nördlichen Rand der Siedlung sei die Stadt auf einem sehr guten Weg. Gleiches gelte für den geplanten Bau von Sozialwohnungen in der südlichen Fraunhoferstraße und die konkreten Planungen von weiteren Sozialwohnungen in der Koloniestraße/Ecke Greifstraße.
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