Bobinger Stadtbaumeister Rainer Thierbach liefert Antworten

Siedlervereins-Vorsitzender Friedrich Kraus lädt zum Informationsabend ein.
 
Der Quartierstreff ist Anlaufstelle für die Bürger. Fotos: Mertens
Bobingen : Bobingen | Welche konkreten Pläne hat die Stadtverwaltung für die Bobinger Siedlung? Umfassende Antwort auf diese Frage will Stadtbaumeister Rainer Thierbach bei einem Informationsabend geben, zu dem Siedlervereins-Vorsitzender Friedrich Kraus am Donnerstag, 14. Juli, einlädt. Bei der Diskussionsrunde mit den Bürgern wird ab 19 Uhr in der Schlossschenke auch Quartiers-Manager Bernd Beigl zur Verfügung stehen.
Bei dieser Veranstaltung geht es um Projekte aus dem integrierten Handlungskonzept; das hatte die Stadt in Auftrag gegeben, um mit Zuschüssen aus der Städtebauförderung in der Siedlung zukunftsweisende Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Diese kann kommendes Jahr ihr 80-jähriges Bestehen feiern.
Die Stadtverwaltung möchte die Wohn- und Lebens-Qualität des Quartiers erhalten beziehungsweise stärken. Als Ziel nennt Thierbach, "dass sich die Bewohner in ihrem lebendigen Stadtteil gut beheimatet fühlen". Der Beteiligung der Bürger kommt dabei große Bedeutung zu, denn sie können ihr Umfeld in mehreren Arbeitskreisen aktiv mitgestalten.
Was ist im Einzelnen geplant? Wichtig ist unter anderem eine Aufwertung des Wertachzentrums und anderer Geschäftsbereiche. Dabei handelt es sich nicht um städtische Liegenschaften, sondern um private Gebäude und Grundstücke; also müssten hier auch private Maßnahmen durch die Eigentümer erfolgen. Der Stadtrat hat jedoch zur Förderung der privaten Sanierungsmaßnahmen im Haushalt Zuschüsse in Höhe von rund 70.000 Euro eingeplant. Von solchen Hilfen an Privatleute übernimmt die Stadt einen Anteil von 40 Prozent, die Städtebauförderung den Rest.
Für die Schaffung einer vitalen Achse entlang der Grenzstraße mit den Frei- und Grünflächen vor dem Wertachzentrum, vor Kirche, Schule, Hort, Siedlerplatz, Kindergarten bis hin zum Vorbereich der Bäckerei wird dieses Jahr ein Konzept zur städtebaulichen Aufwertung und besseren Gestaltung erstellt. "Als erster Bauabschnitt soll dann die Umgestaltung des Siedlerplatzes erfolgen", kündigt Thierbach an.
Es gibt satte Zuschüsse. Für die Jahre 2017 und 2018 steht dafür ein Baukostenrahmen von 500.000 Euro im Haushalt. Wenn ein Konzept vorliegt, wird die weitere Entwurfsplanung mit den Bürgern abgestimmt. Die eigentliche Ausführung des Siedlerplatzes ist für 2017 vorgesehen. "Von den förderfähigen Kosten zur städtebaulichen Aufwertung könnten dann bis zu 60 Prozent Zuschüsse seitens der Städtebauförderung fließen", hofft der Stadtbaumeister.
Werbung als weiteres Vorhaben. Gemeinsam mit den Ladeninhabern und mit Unterstützung durch die städtische Wirtschaftsförderung sowie durch externe Fachleute und ehrenamtliche Helfer soll für die Siedlung ein Stadt- bzw. Standortmarketing etabliert werden. Die Qualitäten des Einkaufs-Standortes sollen nach außen optimal dargestellt werden. Gedacht ist zum Beispiel an die Gestaltung eines Einkaufsführers mit Darstellung der Stärken des Siedlungszentrums (Parkplätze, Bio-Produkte, Herstellung exklusiver Torten usw.). Weitere Ideen sind die Zusammenarbeit mit den Bobinger Hofläden, insbesondere bei Bio-Produkten, ein Lieferservice, Hinweise auf spezielle Produkte, die es nur in der Siedlung gibt oder eine Kundenbindungsaktion mit Flyern und Preisausschreiben.
Die Finanzierung soll aus dem städtischen Budget für Wirtschaftsförderung sowie aus angemessenen Kostenbeiträgen der Einzelhändler und Gewerbetreibenden erfolgen. Dafür wurde das städtische Budget für Wirtschaftsförderung im Verwaltungshaushalt im Zuge der Haushaltsberatungen eigens aufgestockt.
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