Die Hallenbad-Sanierung in Bobingen könnte vom Kreis unterstützt werden

Bei seinem Besuch im Rathaus bekam Landrat Martin Sailer (links) ein Geschenk von Bürgermeister Bernd Müller. Foto Stöbich
Bobingen : Bobingen | Der Landkreis Augsburg wird die Stadt Bobingen bei der Sanierung ihres Hallenbads finanziell unterstützen - diese Aussage knüpfte Landrat Martin Sailer bei seinem Gemeindebesuch allerdings an eine wichtige Voraussetzung: Die Regierung von Schwaben muss den schulischen Bedarf anerkennen. "Denn an Freizeit- und Spassbädern beteiligt sich der Kreis nicht", stellte Sailer klar.
Er reagierte damit auf einen Vorstoss der SPD-Fraktion, über den in der jüngsten Stadtratssitzung zwar diskutiert, aber nicht abgestimmt worden war (wir berichteten). Festnageln lassen wollte sich der Landrat in Bobingen nicht, sagte aber: "Es gelten die gleichen Regeln wie für andere Kommunen im Landkreis!" Und die sehen vor, dass ein Hallenbad als Sportstätte beziehungsweise Übungseinheit notwendig ist - davon hat die Stadt aber schon genügend. Entscheidend ist auch die Zahl der sogenannten Sportklassen in der Stadt, von denen es an den Schulen insgesamt 84 gibt.
Somit hängt es jetzt von der Einschätzung der Regierung ab, ob Bobingen bei seinen Planungen auch mit Geld vom Landkreis rechnen kann. Eine gemeinsame Lösung mit Schwabmünchen sei momentan nicht realisierbar, sagte Bürgermeister Bernd Müller zum Bad. Deshalb müsse der Stadtrat der Verwaltung signalisieren, wohin die Entwicklung gehen soll und wieviel Geld dafür zur Verfügung stehe.
Ein weiteres Thema, das mit Hilfe des Landrats endlich geklärt werden soll, steht ebenfalls schon seit langer Zeit auf der Tagesordnung: Müller sprach die schwierige Situation beim Bobinger Bahnhof an, wo man eine vernünftige Lösung zwischen Barrierefreiheit und einem optimierten Busbahnhof finden müsse.
Schon seit Jahren liege eine Machbarkeitsstudie im Rathaus, doch die Kompetenzen würden nur immer hin- und hergeschoben. "Wir brauchen Planungssicherheit", so Müller, wenn man eine Rampe oder Unterführung bauen wolle - bei den verschiedenen Abteilungen der Bahn gehe aber nichts vorwärts. Auch in diesem Fall legte sich Sailer auf nichts fest, regte aber erneute Gespräche an, um in ein Förderprogramm zu kommen.
Geprüft werden soll auch Bobingens Wunsch "Eine Kommune, ein Tarif" für die AVV-Busse. Es sei ungerecht, so der Bürgermeister, wenn Fahrgäste aus der Siedlung für mehrere Tarifzonen bezahlen müssten. Der Landrat wies auf laufende Verhandlungen hin und kündigte an, dass man das Problem kommendes Jahr "in aller Ruhe" lösen wolle.
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