Die Stadt Bobingen löst ihren Grundstücks-Eigenbetrieb auf

Der Wohnungsbau - hier an der Bobinger Hochstrasse - kann die steigende Nachfrage nicht befriedigen. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen |

Obwohl der Wohnungsbau in dern kommenden Jahren ein wichtiges Thema für die Stadt Bobingen sein wird, soll der Grundstücks-Eigenbetrieb bis Ende 2020 aufgelöst werden. Damit will man paralleles Agieren vermeiden, weil im Sommer 2015 eine städtische Grundstücks- und Wohnbau-GmbH (GWB) gegründet worden war mit dem (inzwischen erreichten) Ziel, Flüchtlings-Unterkünfte zu schaffen. Mit der Weiterentwicklung der GWB haben sich sowohl der Aufsichtsrat als auch der Hauptauschuss und der Stadtrat eingehend beschäftigt.

Das Ergebnis: Die GWB soll als Generalunternehmerin Planung und Bau von zusätzlichen Mietwohnungen vorantreiben und kommunale Wohnbau-Förderprogramme nutzen. Ein Geschäftsführer wird mit circa 20 Wocnenstunden beschäftigt. Der Grundstücks-Eigenbetrieb soll noch die Baugebiete in der Adolph Kolping-Strasse und in der Siedlung abwickeln, Grunderwerb sowie Erschließung von künftigen Baugebieten erfolgen dann über die GWB.
Die CSU befürworte es, dass die Stadt kräftig in den sozialen Wohnungsbau investiere, sagte Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Dangl. "Es gilt hier nicht nur, einen gewissen Nachholbedarf auszugleichen, sondern ebenso den künftigen Anforderungen gerecht zu werden, ohne zu unausgewogen ausschließlich in den sozialen Wohnungsbau zu investieren."
Die Stadt müsse sich breiter aufstellen und ebenso an die mittleren Einkommenschichten denken, so Dangl im Stadtrat. "Allerdings darf der Handlungsspielraum für viele andere Aufgaben in den kommenden Haushaltsjahren nicht über Gebühr eingeschränkt werden!"
Auch Franz Handschuh nahm für die FBU ausführlich Stellung zur Grundstückspolitik. Er forderte die Bereitstellung von Flächen für private Bauwillige im gleichen finanziellen Verhältnis, wie Mietwohnungen erstellt werden. Wenn es in Augsburg eine Uniklinik geben wird, erwartet Handschuh eine große Zahl von Interessenten für Bauplätze im Umland von Augsburg. "Von diesen Häuslebauern profitiert Bobingen kurzfristig und nachhaltig durch steigende Einnahmen bei der Einkommensteuerbeteiligung!"
Diese sei mit 9,4 Millionen Euro schon heute die größte Einnahmequelle im städtischen Haushalt. In der Diskussion forderte Handschuh einen Sitz im Aufsichtsrat der GWB, in dem die FBU bisher nicht vertreten ist.
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