Dieselgate, illegale Absprachen, viel Geld und das Fehlen von Moral

Ist der Diesel noch zu retten ?

Betrug, illegale Absprachen, Lobbyismus, keinerlei Moral in den Chefetagen und keine wirkliche Lösung in Sicht. Autobauer und Politik verspielen jeden Rest an Vertrauen.
Wann will endlich jemand Verantwortung übernehmen oder gar Lösungen präsentieren ?

Als der Betrug mit den Abschalteinrichtungen deutscher Dieselfahrzeuge in den USA bekannt wurde, dachten sicher viele, dass es nicht mehr schlimmer kommen könne. Weit gefehlt. Was muss eigentlich noch passieren, bis der deutsche Autokäufer, der ja auch Sauerstoffatmer ist und Steuer zahlender Bürger in einer Person, anfängt Politik und Automafia auf die Finger zu klopfen. Das Mittel dazu ? - Liebesentzug ! Will heißen, man muss die Beteiligten dort treffen, wo es ihnen wirklich weh tut. Politiker an der Wahlurne und Autobauer beim Geld. Aber anscheinend ist dem Autokäufer hierzulande gar nicht bewusst, welche Macht er in Händen hält.

Rekordgewinne bei VW. Wieso eigentlich ?

Oder wie sonst sind die Rekordgewinne von VW seit bekannt werden des Dieselskandals in den USA zu bewerten ? Ist es Desinteresse oder Resignation? Nach dem Motto: "Ich kleiner Otto (Normalverbraucher) kann ja eh nichts ändern." - Schade wenn es so wäre. Denn gerade jetzt ist Eigenverantwortung und Mitgestaltung gefragt. Es stehen Wahlen an. Der einzige Zeitpunkt zu dem die Einwohner des Politikplaneten auf uns gewöhnliche Erdlinge hören. Gleichzeitig werden in der Automobilindustrie die Weichen für unser aller Zukunft gestellt. Wobei diese Weichenstellung in der deutschen Autoindustrie im Moment wohl eher grandios verpennt wird. Wollen wir diese wichtigen Entscheidungen wirklich nur den Lobbyisten der Automobilindustrie überlassen und einem Verkehrsminister, der seinen eigentlichen Job, der ja zum Wohle des gesamten Volkes ausgeübt werden soll, bestenfalls als Nebentätigkeit sieht ? Klar, zwischen Vertuschen, Beschwichtigen und Kuscheln mit den Managern aus Wolfsburg, Ingolstadt und Stuttgart bleibt ja ziemlich wenig Zeit.

Schadenersatz oder politische Vorgaben ?

Wann soll man denn da noch Richtlinien entwickeln und über Bestrafung (welch ekelhaftes Wort) nachdenken. Schadenersatz für betrogene Dieselbesitzer oder gesundheitlich geschädigte Bürger ? Fehlanzeige. Nur keine Belastungen für die deutsche Autoindustrie. Es geht ja schließlich um Arbeitsplätze. Doch wenn man die Keule mit den Arbeitsplätzen zu oft schwingt, verliert sie an Wirkung. Noch dazu, wenn sich anscheinend niemand darüber Gedanken macht, wieviele Arbeitsplätze in Gefahr sind, wenn deutsche Autos international nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Lieber heute viel Geld verdienen, morgen Arbeitnehmer entlassen und übermorgen über fehlende Innovationen klagen. Ist das der Weg unserer hochbezahlten Topmanager ? Jetzt wäre die Zeit gekommen um zu zeigen, dass es auch anders geht. Entschädigungen für geprellte Dieselfahrer, innerhalb kürzester Zeit saubere Autos auf die Straße stellen und ein vernünftiges Konzept für die Mobilität der Zukunft vorstellen. Das ist das Gebot der Stunde. Und keine halbherzigen Software Updates, Abwrackprämien, die nichts weiter als Umsatzbooster darstellen und fadenscheinige Entschuldigungen. Es wäre auch die Zeit der beherzten Politiker. Jetzt könnte sich die Spreu vom Weizen trennen. Könnte.....! - Allein mir fehlt der Glaube. - So wird wohl alles weitergehen wie bisher. Und am Ende sind der Autofahrer und der Steuerzahler wieder am Bezahlen.
Alles wie gehabt. Weiter so.
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