Haushaltsdebatte in Bobingen: Viele Wünsche fürs neue Jahr

Bobingen : Bobingen |

Wohin mit dem ganzen Geld? Diese Frage beschäftigt derzeit die Bobinger Ratsmitglieder, denn in den Fraktionen und städtischen Gremien wird zu Beginn des neuen Jahres wieder über die Haushaltsplanung diskutiert. Auch für 2017 sind viele, zum Teil millionenschwere Investitionen geplant; welche Wünsche tatsächlich verwirklicht werden kann, hängt von den Entscheidungen im Stadtrat ab.

Im Verwaltungsteil bleibt den Stadträten nicht viel Spielraum; denn an den notwendigen Ausgaben für Bauhof und Bürobedarf, Kindergärten und Schulen, Friedhof und Strassenbeleuchtung läßt sich nicht rütteln. Unter anderem ist auch Geld zur Anschaffung einer Video-Überwachungsanlage für das Rathaus eingeplant. Die freiwilligen Leistungen für Vereine und Organisationen sollen in einer eigenen Sitzung vergeben werden.
Für das laufende Jahr rechnet Kämmerer Alexander Ziegler mit Gewerbesteuer-Einnahmen in Höhe von sechs Millionen Euro. Das wäre deutlich weniger als im Vorjahr, als die Rekordsumme von 7,4 Millionen die Stadtkasse füllte. Noch mehr Geld bringen die Bobinger Bürger durch ihre tägliche Arbeit in die Stadtkasse. Der Einkommensteueranteil erreichte 2016 stolze 9,09 Millionen Euro. Auch das scheint rekordverdächtig. Hinzu kamen 2016 rund 1,68 Millionen Euro Grundsteuer und 683000 Euro Umsatzsteuer.
Für 2017 rechnet der Kämmerer mit 9,4 Millionen Euro Einkommensteueranteil, 1,67 Millionen Euro Grund- und 850 000 Euro Umsatzsteuer. Dem stehen im Verwaltungshaushalt für 2017 große Ausgabenposten gegenüber. Allen voran die Umlagen an Staat und Landkreis mit 9,6 Millionen, Personalausgaben von 5,8 Millionen sowie Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von 5,3 Millionen Euro.
Die Verschuldung soll heuer von 11,3 auf 10,6 Millionen Euro sinken. 2018 erwartet Ziegler jedoch einen Anstieg auf 13,6 Millionen Euro. Dann sollen nämlich geplante Baumaßnahmen umgesetzt werden. Für die Errichtung und Sanierung von Mietwohnungen wurden bereits entsprechend eines staatlichen Förderprogramms zinsgünstige Darlehen über insgesamt 1,18 Millionen Euro beantragt.
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