In der Siedlung will Bobingen ein Neubaugebiet realisieren

In der Siedlung sollen 27 Bauplätze an der Herbststrasse ausgewiesen werden. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen | Ein Neubaugebiet soll in der Bobinger Siedlung nördlich der Herbststraße entstehen. Die ersten Weichen zur Schaffung von 27 Bauplätzen hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung gestellt; Einzelheiten erläuterten den Mitgliedern Stadtbaumeister Rainer Thierbach und die Planerin Susanne Moser-Knoll.
Der Hintergrund: Die Stadtverwaltung hatte jahrelang ergebnislos mit dem Eigentümer der landwirtschaftlichen Flächen an der Herbststrasse verhandelt. Über ein Neubaugebiet war auch im Zuge der Städtebau-Fördermaßnahme "Soziale Stadt" immer wieder gesprochen worden. Vor wenigen Wochen konnte schließlich eine rund 280 Meter breite und 100 Meter tiefe Teilfläche erworben werden.
Als Option für die Zukunft hält sich die Stadt die Möglichkeit offen, als zweiten Bauabschnitt eventuell noch eine weitere 100 Meter tiefe Teilfläche im westlichen Bereich der Herbststrasse bis zum Weidenweg hin zu erschließen.
So sieht die Planung aus: Am Ortsrand von Bobingen sollen in drei Reihen 27 Gebäude entstehen; die Grundstücksgrössen liegen zwischen 600 und 700 Quadratmetern. Die Entwurfsplanung hat das Nördlinger Stadtplanungsbüro Moser & Ziegelbauer. Nach welchen Kriterien die Vergabe genau erfolgt, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Die Stadtverwaltung will möglichst junge Familien in der Siedlung halten beziehungsweise in das Quartier holen. "Das ist der richtige Weg!"; sagte Waltraut Wellenhofer in der Diskussion.
Für die Bauwerber gelten strenge Vorgaben. Dafür sprach sich Moser-Knoll aus, damit es am Ortsrand später nicht ausschaut wie Kraut und Rüben. Sie zeigte im Ausschuss Beispielbilder aus Herbertshofen und Meitingen. Die Mitglieder einigten sich darauf, dass nur Einfamilienhäuser mit einer Höhe von maximal zehn Metern zulässig sind; das ermöglicht eine zweigeschossige Bauweise im Gegensatz zur bestehenden Bebauung an der Herbststrasse, an der eingeschossige Gebäude mit steilen Dächern stehen. Doppelhausgrundstücke ließen sich nur über Bauträger vermarkten, hieß es in der Diskussion. Auch Bürgermeister Bernd Müller sprach sich von Anfang an für strikte Kriterien aus, "damit wir nicht gleich wieder beim ersten Antrag auf Ausnahmegenehmigung umfallen".
Die Anwohner müssen zahlen. Bei einem notwendigen Ausbau beziehungsweise einer Erneuerung der Herbststrasse würden auch die bisherigen Anlieger zur Kasse gebeten, kündigte Thierbach an. Dabei gehe es zum Beispiel auch um Wasserleitungen und andere Versorgungseinrichtungen. "Die dann gültige Ausbausatzung ist zwingend anzuwenden", so der Stadtbaumeister. Nach der notwendigen Änderung des Flächennutzungplans soll das Projekt 2017/18 Zug um Zug umgesetzt werden.
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