Keine Chance für Tempo 30 im gesamten Bobinger Stadtbereich

Eine Tempo 30-Zone wie hier in der Römerstraße will die Stadt nicht flächendeckend ausweisen. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen |

Ein einheitliches Verkehrskonzept für den gesamten Stadtbereich von Bobingen wollte die SPD-Ratsfraktion mit einem Antrag durchsetzen, über den die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung diskutierten.

Konkret ging es um die Ausweisung von Tempo 30-Zonen in der Post- und Bischof Ulrich-Straße sowie um einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich in der Hochstraße, für die der dritte Bauabschnitt in Vorbereitung ist (wir berichteten).
SPD-Sprecher Edmund Mannes sagte, wie bei den Verhandlungen mit dem AVV gelte auch für seinen Antrag das Motto "Eine Stadt, eine Zone". Es gehe ihm um ein "gleichberechtigtes und vernünftiges Miteinander" für Autofahrer, Fußgänger und Radler. Doch sowohl bei der Polizei, die eine ausführliche Stellungnahme abgegeben hatte, als auch im Ausschuss selbst fand der SPD-Vorstoß keine grosse Unterstützung. In der Ulrich-Straße könnte es sogar vermehrt zu Unfällen kommen, befürchtet die Polizei, "weil durch ihr Erscheinungsbild gegenüber den wesentlich schmäleren Einmündungen die Vorfahrtsregelung mißachtet wird". Auch eine Erweiterung der 30er-Zone für die Poststraße sei wenig sinnvoll.
Kritik übte in der Diskussion unter anderem Monika Müller-Weigand (Grüne); sie fragte Mannes, was er mit seinem Schaufensterantrag zum jetzigen Zeitpunkt beabsichtige? Alles funktioniere doch weitgehend problemlos, meinte auch Thomas Hauser (CSU): "Deshalb sehe ich keinen Grund zu einer Änderung!" Herwig Leiter (CSU) konnte ebenfalls keinen Handlungsbedarf erkennen und sagte, wenn man künftig nur noch im Schneckentempo durch die Stadt schleichen dürfe, könne das auch abschreckend auf Besucher und Kunden von auswärts wirken.
Eine bestehende 30er-Zone in der Schwabenstraße geht auf einen 26 Jahre alten Stadtratsbeschluss zurück und würde heute wohl nicht mehr so eingerichtet, heißt es in der Stellungnahme der Polizei. Als Vergleich mit der Post- und Ulrichstraße könne sie jedenfalls nicht gelten. Mit deutlicher Mehrheit wurden die SPD-Anträge vom Ausschuss abgelehnt.
Über einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich in der Hochstraße will man in Bobingen erst nach dem dritten Bauabschnitt reden; deshalb wurde dieser Vorschlag von Mannes nicht weiter diskutiert beziehungsweise auf einen späteren Zeitpunkt vertagt.
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