Nach Raiffeisenbank-Schließung: SPD Bobingen übergibt Bank 444 Unterschriften

Die Raiffeisenbank hat 2017 ihre Filialen in der Siedlung und in Straßberg geschlossen. Foto: Stöbich
Bobingen : Bobingen | Nach Filial-Schließung werden Lösungen gesucht

Peter Stöbich
Bobingen. Nachdem die Vorstandschaft des SPD-Ortsvereins Bobingen im November von der geplanten Schließung der Raiffeisenbank-Filialen in Straßberg und Bobingen-Siedlung erfahren hatte, entschloss sie sich zu einer Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben. Neben dem aus der Sicht vieler betroffener Kunden völlig unzureichenden Kommunikationsverhalten der Raiffeisenbank war es vor allem auch die Nachricht vom Abzug der Geldautomaten, die viele Bürger dazu bewegte, sich in die Unterschriftenlisten einzutragen. So konnten die SPD-Mitglieder den Verantwortlichen der Bank eine 444 Unterschriften umfassende Liste übergeben.
Im Rahmen eines konstruktiven Gespräches, an dem für die SPD Edmund Mannes, Armin Bergmann und Helmut Jesske teilnahmen, legte Hans-Jürgen Fröchtenicht als Vorstandssprecher der Bank nochmals ausführlich seine Beweggründe zur Schließung der Filialen dar. Dabei betonte er, dass die Aufrechterhaltung des Betriebes aufgrund mangelnder Auslastung aus betriebswirtschaftlicher Sicht unter keinen Umständen zu verantworten sei – auch deshalb, weil die Filiale in der Siedlung nach Schließung der dortigen Sparkasse keinen nennenswerten Anstieg ihrer Kundenzahlen verbuchen konnte. Da die Geldautomaten in Straßberg und in Bobingen-Siedlung ein stark defizitäres Geschäft im höheren fünfstelligen Bereich aufweisen, sei ein weiterer Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen.
Gleichwohl, so sicherte Fröchtenicht gemeinsam mit Aufsichtsrats-Vorsitzendem Franz Stellinger zu, wolle man den Kunden entgegenkommen und dazu beitragen, dass eine Versorgung mit Bargeld weiterhin sichergestellt sei. Hinsichtlich der Bargeldversorgung in der Siedlung sicherten beide Raiffeisen-Vertreter zu, mit dem Betreiber des "Kauf Nah"-Supermarktes und dem Vermieter das Gespräch und eine Lösung zu suchen. Falls der Betreiber des Supermarktes ein eigenes Terminal einrichten wolle, kann sich die Raiffeisenbank vorstellen, dies auch finanziell zu unterstützen. In Eigeninitiative des "Kauf-Nah"-Betreibers können Kunden bereits jetzt bei einem Einkauf in Höhe von 20 Euro weitere 180 Euro Bargeld direkt an der Kasse erhalten.
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