Süßes soll die Wähler locken: Was in Bobingen anlässlich der Bundestagswahl geboten ist

15 Wahlbezirke und sechs Briefwahl-Lokale wird es in Bobingen geben. Foto: Alex Mertens


Es ist eine wahre Ochsentour, die in den kommenden Wochen ihren Höhepunkt erreichen wird: Die Kandidaten für den Bundestag ziehen radelnd oder wandernd durchs Land, verteilen Eis am Baggersee und tun auch sonst alles Menschenmögliche, um am 24. September die Gunst und Stimme der Bürger zu bekommen. Was planen die Parteien vor der Wahl noch alles in Bobingen?

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Armin Bergmann und seine Parteifreunde wollen sich nach dem Bobinger Volksfest gemeinsam mit Herbert Wörlein auf den Weg machen, um die Bürger direkt an der Haustür zu besuchen. Ins Gespräch mit den Wählern will der SPD-Kandidat außerdem kommen, indem er vor Bobinger Bäckereien Frühstücks-Konfitüre verteilt. Am Montag, 21. August, wird Wörlein um 19 Uhr im Lindenhof zum Thema innere Sicherheit sprechen.

Auch beim Ortsverein liegen die großen Plakate schon bereit, doch sie dürfen laut einem Beschluss des städtischen Hauptausschusses frühestens sechs Wochen vor dem Wahltermin geklebt werden. "In der Endphase sind Plakataktionen durchaus wichtig", stellt Bergmann fest, "aber wir wollen es nicht übertreiben und auf keinen Fall ganz Bobingen zupflastern." In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik gegeben, wenn die eine oder andere Partei mit ihrer Werbung ganze Straßenzüge vollgestellt hatte.

Bei der Bobinger CSU setzt man auf altbewährte Methoden, um Sympathien für Hansjörg Durz zu gewinnen: "Am 20. August wird es ein Weißwurstfrühstück mit unserem Kandidaten geben und am 16. September einen Infostand vor dem Edeka-Markt", kündigt Ortsvorsitzende Miriam Streit an. Durz selbst betreibt einen sehr kräftezehrenden Stimmenfang, ist in seinem Wahlkreis schon seit Monaten in Bobingen und anderen Kommunen unterwegs und schreibt interessierten Bürgern auf seiner Internetseite regelmäßig Briefe aus Berlin.

Der prall gefüllte Terminkalender des CSU-Bewerbers reicht vom Jubiläum des Heimat- und Trachtenvereins Thierhaupten bis zur Radtour durch den Eurasburger Forst am 8. September. Auch Wörlein sucht in der Endphase des Wahlkampfs engen Kontakt mit den Bürgern, zum Beispiel in Schwabmünchen bei Politik und Musik im Biergarten oder in Friedberg, wo er am 27. August die Besucher des Baggersees mit einem Eis erfreuen und am 3. September den Imkertag besuchen wird.

Spitzenkandidat der Freien Wähler (FW) für Schwaben ist der FW-Bezirksvorsitzende Markus Brem, der auch Mitglied des Stadtrats in Gersthofen und des Kreistags im Landkreis Augsburg ist. Um ihn zu unterstützen, wollen die Bobinger Ortsvorsitzende Carmen Bader und ihr Team unter anderem beim Aufstellen von Großflächen-Plakaten helfen und in den Ortsteilen plakatieren. "Für uns wird es ein ganz normaler Wahlkampf", sagt Bader auf Anfrage der StadtZeitung.

Immer mehr Menschen nutzen die Briefwahl. Das gilt es zu beachten:

Im Bobinger Rathaus haben Bruno Landgraf und seine Helfer bereits die Wahldaten erstellt, damit für den 24. September alles seine Ordnung hat. "Wegen der steigenden Zahl von Briefwählern werden wir für sie in der Jaufmann-Mittelschule diesmal sechs statt bisher vier Wahllokale einrichten", kündigt er an. Für jeden der 15 Wahlbezirke im Stadtgebiet sind sechs Helfer eingeteilt, die ein Auge darauf haben, dass es bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag korrekt zugeht. Wer am Datum der Bundestagswahl 2017 nicht in ein Wahllokal gehen kann oder möchte, hat die Möglichkeit, einen sogenannten Wahlschein und damit die Briefwahl zu beantragen. Der Antrag muss an die jeweilige Gemeinde gestellt werden. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung gibt es bereits einen Vordruck, der dafür verwendet werden kann. Die Unterlagen werden dann zugeschickt. Dabei gilt es, die Frist zu beachten. Allgemein gilt, dass die Briefwahl bis spätestens zum Freitag vor der Wahl bis 18 Uhr beantragt werden muss - das wäre der 22. September. In Ausnahmefällen ist der Antrag auch bis zum Wahltag bis 15 Uhr möglich - zum Beispiel bei plötzlicher Krankheit. Der Brief muss bis zum Wahlsonntag um 18 Uhr ankommen. Die Unterlagen sollten daher rechtzeitig abgeschickt oder an der auf den Dokumenten genannten Stelle abgegeben werden. (Alex Mertens)
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