Gemeinde Bonstetten kauft Sportvereins Gelände ab

Jetzt gehört dieser Teil des SV-Sportplatzes der Gemeinde Bonstetten und der Verein ist seine Verbindlichkeiten los. Foto: mick


Der Sportverein Bonstetten (SV) verkauft einen Teil des Sportgeländes für knapp 62 000 Euro an die Gemeinde. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 11. August, wurde mit großer Mehrheit für den Verkauf gestimmt. Durch diese Transaktion werden sämtliche langfristigen Verbindlichkeiten des SV Bonstettens getilgt, was die wirtschaftliche Situation des Vereins wesentlich verbessert.

Bereits 1997 erwarb der Sportverein von der Brauereifamilie Schaller das knapp 17 000 Quadratmeter große Grundstück. Dort wurden das Fußball-Hauptspielfeld, der Parkplatz, das Tennisheim und die Tennisspielplätze errichtet. Der Kaufpreis betrug damals 101 682 Mark. "Schon damals war angedacht, dass die Gemeinde das Grundstück kauft", sagt Bonstettens Bürgermeister Anton Gleich. Doch wegen möglicher Fördergelder durch den Sportverband entschied man unter dem damaligen Vorstand Johann Haslinger, das Gelände vom Verein aus zu kaufen. Die Gemeinde unterstützte den Verein mit jährlichen Zuschüssen zum Sportbetrieb und zum Kapitaldienst.

Fast 20 Jahre später, am 3. Juni 2016, wurde der Verkauf des Geländes an die Gemeinde bei der Mitgliederversammlung des SV Bonstetten konkretisiert und ausgiebig diskutiert. Die Sitzung leitete Werner Halank, der 3. Vorsitzende. 1. Vorsitzender Marco Benicci war wenige Tage zuvor aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Nach dieser Sitzung folgten konkrete Schritte: Der Gemeinderat segnete den Kauf in einer nichtöffentlichen Sitzung ab und beim Notar setzten Bürgermeister Gleich, 2. Vorstand Martin Schmetzer und 3. Vorstand Werner Halank die Verkaufsurkunde auf. "Wichtig war uns von Seiten des Vereins jedoch, dass wir den Verkauf von den Mitgliedern zuerst absegnen lassen", erklärt Halank. Deshalb gab es im Kaufvertrag ein Rücktrittsrecht. Doch am Donnerstag stimmten von den 38 anwesenden Mitgliedern 36 für den Verkauf. Es gab eine Enthaltung und eine Gegenstimme.

An der Nutzung des Sportgeländes ändert sich durch den Verkauf an die Gemeinde nichts. Wohl aber an der finanziellen Situation des SV Bonstettens. "Es ändert sich eigentlich gar nichts, außer dass der Verein 60 000 Euro Schulden los wird", sagt Vorsitzender Halank. Diese kämen zum einen aus Restverbindlichkeiten des damaligen Kaufes, der Sportheim Renovierung und aufgrund schwindender Mitgliederzahlen. (mick)
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