Grüne wollen den Verkehr beruhigen


Im Gemeinderat Bonstettens wurden folgende Punkte besprochen:

- Die freiwillige Feuerwehr möchte zur Unterbringung des alten Mehrzweckfahrzeugs ein kleines Gebäude beim Bauhof errichten. Da dies Gemeindegrund betreffe, musste der Gemeinderat zustimmen, was dieser auch einstimmig tat. Rätin Petra Zinnert-Fassl (FW) und Wolfgang Bschorr (CSU/UW) befürworteten auch eine neue Zwischenlösung für die Unterbringung der Ausrüstung für die Jugendfeuerwehr, die aktuell im Keller des Feuerwehrhauses untergebracht sei. Dieser sei jedoch zu feucht. Bürgermeister Anton Gleich (CSU) wolle nochmal mit dem Kommandanten sprechen, um eine Lösung bis zum Neubau des Feuerwehrhauses in maximal drei Jahren zu finden. Eine Möglichkeit wäre die Lagerung im Rathaus.

- Die neue Homepage der Gemeinde Bonstetten sieht fast so aus wie die alte. Geändert hat sich jedoch die Version des zugrundeliegenden Content-Management-Systems (CMS), also der Entwicklungs- und Organisationsplattform. Die neue Version sei sicherer gegenüber Hackerangriffen und updatefähig, erklärte der beauftragte Webmaster. Gemeinderat Leo Kränzle (Grüne) schlug vor, einen internen Zugang für Gemeinderäte einzurichten, wo Sitzungsunterlagen und Informationen bereit gestellt werden könnten. So wird es beispielsweise in Dinkelscherben gemacht. Kollegin Gertrud Wagner schlug vor, die verschiedenen gemeindlichen Satzungen für die Bürger online zu stellen. Bürgermeister Gleich stellte sich vorerst gegen diese Vorschläge und befürchtete großen Aufwand. Einige Satzungen seien recht alt und nur auf Schreibmaschinenpapier oder in alten Amtsblättern vorhanden und müssten dafür neu geschrieben werden. "Das ist ein geringer Aufwand. Man kann die Satzung einscannen und als PDF hochladen", merkte Kränzle jedoch an. Ein Gespräch mit dem Verwaltungsleiter auf einer anderen Sitzung soll den Sachverhalt klären.

- Ergebnisprotokoll Bürgermeister Gleich schlug vor, ein reines Ergebnisprotokoll ohne namentliche Nennung zu den Gemeinderatssitzungen einzuführen, sollte es in Zukunft weiterhin zu längeren Diskussionen über Änderungen und Streichungen zur Niederschrift vergangener Sitzungen kommen. Gemeint war damit hauptsächlich der Gemeinderat Kränzle, der in den Wortprotokollen oft falsch zitiert werde oder Sitzungsverläufe verfälscht dargestellt sehe. Auch er begrüßte den Vorschlag Gleichs.

- Der Abwasserzweckverband Bonstetten und die Nachbargemeinde Adelsried betreiben gemeinsam eine Kläranlage und bilden einen Abwasserzweckverband. Eine sogenannte Verzopfung legte schon mehrmals eine Pumpe lahm. Das Problem entstehe hauptsächlich durch schwer zersetzbare Feuchttücher. Ein neues Steuerungssystem mit Computer soll nun Abhilfe schaffen. Gemeinderat Kränzle schlug außerdem vor, die Bürger im amtlichen Mitteilungsblatt über die Probleme und Nutzung von den problematischen feuchten Tüchern aufzuklären. Erna Stegherr-Haußmann, die Adelsrieder Bürgermeisterin, wollte sich dem annehmen, meinte Kollege Gleich. Weiterhin wurde auf dem Kläranlagengelände eine alte Garage abgerissen und ein kleines Betriebsgebäude gebaut, ein Geländer um das Klärbecken errichtet (15 000 Euro) und die Pressung und Entsorgung des Klärschlamms neu ausgeschrieben.

- Geschwindigkeitsbegrenzung Gemeinderat Kränzle bat Bürgermeister Gleich um die zügige Behandlung eines Antrags der Grünen-Fraktion. Diese fordert eine Geschwindigkeitsbegrenzung und die Anschaffung zweier Messanzeigen, um den Verkehr im Ort zu beruhigen. Auch Kollegin Zinnert-Fassl sah bei diesem Thema nochmals Diskussionsbedarf. Bürgermeister Gleich wolle das Thema auf einer der nächsten Sitzungen mit einem Bauleitplaner besprechen, um Möglichkeiten auf eine Änderung der Straßenführung zu prüfen. Er bevorzuge eine "Paketlösung" anstelle von Einzelmaßnahmen. (mick)
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