Anna Gaugler gewinnt Leselöwen-Vorlesewettbewerb

Die Leselöwen-Jury mit (hinten von links) Rektor Michael Bachmaier, Förderlehrerin Lieselotte Seibert, Buchhändlerin Christine Gerblinger, zweitem Bürgermeister Christian Knapp und Ex-Konrektor Dieter Proksch gratulierten der Siegerin des Schulentscheids, Anna Gaugler (sitzend). Umrahmt wurde die Gewinnerin von den weiteren Platzierten (von links) Jonas Mayershofer, Lukas Bantel und Anna Meßner. Foto: Brigitte Oechsner

Seit vielen Jahren nutzen Lehrer und Schulen den Leselöwen-Vorlesewettbewerb zur Leseförderung. Auch die Ulrich-von-Thürheim-Grundschule in Buttenwiesen. Zum Ende der Grundschulzeit war es wieder soweit: Die zwei vierten Klassen suchten den besten Vorleser. Und alle Schüler fragten sich: Wer gewinnt den Leselöwen?

Der Leselöwe ist ein kleines Plüschtier, das der Vorlesesieger erhält. Die Trophäe wird vom Verlag, der den Wettbewerb konzipiert hat, gestiftet und darf vom Sieger mit nach Hause genommen werden.
Der Vorlesewettbewerb an der Ulrich-von-Thürheim-Grundschule ist immer einbesonderes Highlight im Schuljahrkalendarium. Viele Schüler der vierten Klassen fiebern regelrecht der Veranstaltung entgegen. Denn jeder Teilnehmer hat die Chance auf den Leselöwen.
Doch die Qualifikation dazu ist nicht so einfach. Zuerst steht ein sogenannter „Klassenentscheid“ an. Hier werden aus den beiden vierten Klassen die Klassensieger ermittelt. Die Schüler lesen dabei reihum rund drei Minuten einen ihnen bekannten Text aus ihrem Lieblingsbuch vor.
Als Klassensieger gingen hier Anna Glaugler und Jonas Mayershofer (beide Klasse 4a) sowie Lukas Bantel und Anna Meßner (beide Klasse 4b) hervor. Nun galt es, aus diesem Quartett den Schulsieger zu ermitteln.
Dazu begrüßte Rektor Michael Bachmaier sowohl die vier Klassensieger als auch die zahlreichen Zuhörer. Nicht fehlen durfte auch eine Jury. Sie bestand aus dem Rektor, dem zweiten Bürgermeister Christian Knapp, dem ehemaligen Konrektor Dieter Proksch, der Wertinger Buchhändlerin Christine Gerblinger und der Förderlehrerin Lieselotte Seibert.

Gespannt, nervös, aufmerksam

Und dann ging es los. Die Zuhörer waren gespannt, der eine und andere Klassensieger nervös und die Jury aufmerksam. Dabei wurden die Vorleser bereits im Vorfeld des Lesewettbewerbsfinales darauf hingewiesen, dass es nicht primär um das möglichst fehlerfreie Abspulen eines einstudierten Textes gehe, sondern dass Kriterien wie Textverständnis, Lesetechnik und Textgestaltung eine große Rolle spielen.
Vorgetragen wurde zunächst ein kurzes Kapitel aus einem selbst gewählten Buch. Anna Gaugler entführte dabei mit einem Abschnitt aus dem Buch „Wildfohlen Blizzard“ in die Welt der Scheichs und ihrer wertvollen Reitpferde. Jonas Mayershofer entschied sich für den Roman „Eiskaltes Spiel“ aus der Kinderkrimireihe „Die drei Fragezeichen“. Lukas Bantel wählte einige Textstellen aus „Gregs Tagebuch Nr. 7 - Dumm gelaufen“. Anna Meßner trat mit einigen Passagen aus „Conny, Anna und das Schulfest“ an.

Schwierigkeitsgrad erhöht

Um dann den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, mussten die Vier einen Text aus einem ihnen unbekannten Buch präsentieren. Dabei handelte es sich um das Buch „Der Zauber der geheimen Stadt “, in dem ein magisches Volk in großer Gefahr schwebt.
Nun musste die Jury die Vorleser bewerten. Sie hatte für die verschiedenen Kriterien Punkte zu vergeben. Aus dem Zusammenzählen der Punktzahlen ergab sich dann der Gesamteindruck jedes einzelnen Beitrages. Man merkte, dass das fünfköpfige Preisgericht engagiert an der qualitativen Rangfolge feilte. Das Ergebnis überraschte dann auch nicht: Die Vorleser trennten nur wenige Punkte voneinander.

Finale ist entschieden

Das Rennen machte schließlich Anna Gaugler. Die Schülerin aus der Klasse 4a wurde damit Schulsiegerin. Anna Meßner landete auf dem zweiten, Jonas Mayershofer auf dem dritten Platz, dahinter Lukas Bantel.
Sie alle bekamen neben den Glückwünschen eine Siegerurkunde sowie Buchgutscheine und Bücher von der Jury überreicht. Den Leselöwen gab es allerdings nur einmal. Und der ging natürlich an die Schulsiegerin, an Anna Gaugler. (spr)
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