Der neuen Heimat verpflichtet

Das Vororchester der Stadtkapelle Wertingen spielte für Jubilar Hans Eppinger ein Geburtstagsständchen. Foto: privat

Mit einem besonderen Geschenk wurde Hans Eppinger zu seinem 80. Geburtstag überrascht. Sarah Stöckle, die Enkelin des Jubilars, kam zur Feier im Schützenheim mit dem ganzen Vororchester der Stadtkapelle Wertingen. Dort wartete der Klangkörper unter der Leitung von Karolina Wörle mit einem halbstündigen Freiluftkonzert auf.

So gratulierten nicht nur Freunde, Bekannte und Weggefährten dem Geburtstagskind, sondern auch 35 junge Musiktalente. Sie brachten neben dem obligatorischen „Happy Birthday“ auch Stücke wie „Hang On Sloopy“ und „We Will Rock You“ zu Gehör, charmant moderiert von Enkelin Sarah.

Bekannt wie „ein bunter Hund“

Hans Eppinger ist im Zusamtal bekannt wie „ein bunter Hund“, allerdings im positiven Sinn. Er war zunächst von 1972 bis 1978 Mitglied im Gemeinderat von Frauenstetten, nach der Gebietsreform dann bis 2002 im Gremium der Großgemeinde Buttenwiesen. Fast vier Jahrzehnte – genau 36 Jahre – gehörte er dem Kreistag in Dillingen an.
Doch dies waren längst nicht alle seine Engagements im Ehrenamt. Hans Eppingers Herz schlug auch für die Schützen. Beim Schützenverein Eustachius Frauenstetten hatte er von 1969 bis 1985 das Amt des Vorsitzenden inne. Auch im Schützengau machte er sich einen guten Namen.
Über ein Jahrzehnt – von 2001 bis 2012 – fungierte er als Kirchenpfleger, wobei er tatkräftig die Renovierung der Pfarrkirche Sankt Anna unterstützte, danach als Gesamtkirchenpfleger der Pfarreiengemeinschaft Buttenwiesen. Der CSU gehört er seit über 50 Jahren an. 1996 gründete er den CSU-Ortsverband Frauenstetten, den er bis 2006 leitete.
Noch immer aktiv ist er darüber hinaus bei der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft (CSA) und bei der Senioren-Union der CSU. Bei Letzterer wurde er unlängst für seine langjährige Treue und seinen Einsatz zum Ehrenmitglied ernannt.

Abschied ohne Wiederkehr

Hans Eppinger, am 12. Juli 1936 geboren, lebte bis zum Alter von neun Jahren im Sudetenland. Im März 1946 wurde er mit seiner Familie vertrieben. Es war, wie er es nannte, „ein Abschied von der Heimat ohne Wiederkehr".
Das Zusamtal wurde schließlich seine neue „zweite Heimat". Dort heiratete er und gründete eine Familie mit zwei Kindern. Bei einem Kies- und Betonwerk in Wertingen fand eine Stelle als Disponent.
Immer stand bei ihm die Heimat vor Ort und das Zusamtal im Mittelpunkt seiner Bemühungen. Das zeigte sich auch bei der „Dorfchronik Frauenstetten-Hinterried“. Hier übernahm Eppinger federführend in ehrenamtlicher Funktion die Erstellung des Buches. Zweieinhalb Jahre nahm die Arbeit in Anspruch.

Dank für Wertschätzung

Mit der Chronik hatte er aber nicht nur den Erhalt und die Erinnerung an Vergangenes im Fokus. Die Dorfchronik sei ein Dank für das, was ihm beide Dörfer, die Großgemeinde Buttenwiesen, die Region Zusamtal und der Landkreis Dillingen an Wertschätzung in der Kommunalpolitik und im gesellschaftlichen Leben in seiner „zweiten Heimat" entgegengebracht haben, so Eppinger.
Sein Engagement für die Öffentlichkeit brachte ihm eine Reihe von Auszeichnungen ein. Unter anderem erhielt er die Verdienstmedaille in Silber des Landkreises Dillingen, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und den Bürgerbrief der Großgemeinde Buttenwiesen. (spr)
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