Vorbeugende Chlorung eingestellt

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. Die zuletzt in Buttenwiesen durchgeführte Trinkwasser-Chlorung wurde aufgehoben. Foto: Klaus Ohlenschläger

Bürgermeister Norbert Beutmüller sieht keine Notwendigkeit mehr, in der Gemeinde Buttenwiesen eine weitere Chlorung des Trinkwassers vornehmen zu lassen. Das habe eine Zusammenkunft des Gemeindeoberhaupts mit Vertretern des Gesundheitsamts Dillingen sowie eines Ingenieurbüros für Trinkwassersanierung ergeben, so die Gemeinde in einer Medienmitteilung.

Der Rathauschef traf diese Entscheidung auf der Basis des mit den Fachleuten geführten Gesprächs. „Da die Vorgaben der Trinkwasser-Verordnung nun seit mehr als zwei Monaten eingehalten werden, wird aus Gründen der Verhältnismäßigkeit die Chlorung des Trinkwassers ganz eingestellt“, heißt es in der Mitteilung.
Die Chlorung war im Herbst des letzten Jahres notwendig geworden. Der Grund dafür lag in den Flachbrunnen im Buttenwiesener Ortsteil Pfaffenhofen. Dort wurde eine geringfügige Belastung mit coliformen Keimen festgestellt.
Coliforme Bakterien können besonders bei der medizinischen Versorgung als Infektionserreger und bei abwehrgeschwächten Patienten eine Vielzahl von Infektionen auslösen. Das Spektrum der durch sie ausgelösten Infektionen umfasst unter anderem Wundinfektionen, katheterassoziierte Infektionen und Lungenentzündungen.

Wahrscheinlicher Grund: der heiße Sommer

Als Ursache der in den Flachbrunnen festgestellten Belastung wurde der extrem trockene und überdurchschnittlich heiße Sommer 2015 angenommen. „Durch Austrocknung und Risse verlor die natürliche Überdeckung des Grundwasserleiters vorübergehend ihre absperrende Funktion“, heißt es in der Medienmeldung.
Daraufhin wurden zeitlich die rechtlich vorgeschriebenen Untersuchungsintervalle deutlich verkürzt, um lückenlos nachzuvollziehen, ob und in welchem Umfang weitere Verkeimungen auftreten. Seit Ende November 2015 sei keine nach der Trinkwasser-Verordnung relevante Keimbelastung mehr nachgewiesen, so jetzt die Gemeinde. „Da die Ursache der Verkeimung nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte, wurde dem Trinkwasser, auf Veranlassung des Gesundheitsamts, weiter Chlor in geringen Mengen vorbeugend beigesetzt.“

Sensibilisierung vorhanden

Damit ist nun Schluss. „Die verkürzten Beprobungsintervalle werden aber noch beibehalten“, teilt die Kommune mit. Damit soll gewährleistet werden, dass auf eine möglicherweise erneut auftretende Verkeimung sofort reagiert werden kann. (spr/pm)
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