Drei gehen ins Rennen

Maria Hagl (Bild) kandidiert für die Parteilose Wählergruppe. Foto: privat
 
Robert Göppel (Bild) wird von den Freien Wählern ins Rennen geschickt. Foto: privat

Jetzt ist es offiziell: Bei der Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Buttenwiesen am 12. Juni treten drei Kandidaten an. Zur Auswahl stehen Maria Hagl, Robert Göppel und Hans Kaltner. Einer davon wird das bisherige Gemeindeoberhaupt Norbert Beutmüller (Freie Wähler) ablösen. Letzterer hat auf eine weitere Kandidatur verzichtet.

Maria Hagl (Parteilose Wählergruppe), die zuletzt die Hürde von 120 Unterstützungsunterschriften genommen hatte, ist die jüngste der drei Bewerber. Die 50-jährige verheiratete Software-Entwicklerin und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen ist in der Großgemeinde vor allem durch ihr ehrenamtliches Engagement in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen im kirchlichen, bürgerschaftlichen und sozialen Bereich bekannt. Als Bürgermeisterin könne sie ihre beiden Stärken – mit aktiven Menschen zusammen Konzepte ausarbeiten und Ideen verwirklichen sowie Projekte zielstrebig und konsequent zu einem guten Abschluss zu bringen – zusammenbringen, verdeutlicht sie.

„Gleichermaßen gerecht einsetzen“

Die Kandidatin sieht sich als Repräsentantin aller Ortsteile. Für sie will sie sich nach eigener Aussage „gleichermaßen gerecht einsetzen“. Als Ziele nennt Hagl die Attraktivitätssteigerung des Ortes sowohl für Unternehmen als auch Bürger. Wichtig seien ihr Arbeitsplätze sowie Kindergärten und -krippen. Nur wenn in diesen Bereichen ideale Rahmenbedingungen gegeben seien, würden Familien und Betriebe bleiben und sich ansiedeln.
Als weiteren Schwerpunkt bezeichnet sie den sozialen Bereich, aber auch vernünftige und umfassende Planungen und ständigen Dialog zwischen den Beteiligten beispielsweise bei Kanal- und Straßensanierungsarbeiten. Nicht wegschauen will sie zudem bei der Ortsvergangenheit. Synagoge, Badhaus und Judenfriedhof würden zum Ort dazugehören, betont sie.

Im Blick: ausgewogene Politik

Robert Göppel geht für die Freien Wähler ins Rennen. Als Vorteil um das angestrebte Bürgermeisteramt wertet er seine Tätigkeit als Geschäftsleiter der Gemeinde. Damit sei er bereits jetzt in alle laufenden Projekte und Aufgaben der Großgemeinde eingebunden, macht er aufmerksam.
Der 53-Jährige war zuletzt als Hauptkommissar bei der Kriminalpolizei tätig und bekämpfte dort bandenmäßig organisierte Kriminalität. Ehrenamtlich engagiert er sich vor allem bei den Schützen in Pfaffenhofen. Er ist Vater von drei erwachsenen Söhnen und Großvater von drei Enkelkindern.
Kommunalpolitisch ist Göppel bereits firm. Der 2015 erfolgte Wechsel zum Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung hatte zur Folge, dass er seinen Sitz im Gemeinderat abgeben musste.
Als Bürgermeister will Göppel die bereits begonnen Projekte mit Nachdruck zu Ende zu bringen. Als Beispiele dafür führt er die Sanierung der Wasserversorgung und des Abwassersystems sowie Straßen-Ausbaumaßnahmen an.
Als weitere große Herausforderung bezeichnet er die Belange der infrastrukturellen Entwicklung wie Wohnungs- und Straßenbau, Kindergärten, das Arbeitsplatzangebot und die Interessen der Landwirtschaft und des Umweltschutzes. Weiter hat Göppel nach eigenen Worten eine
ausgewogene Kommunalpolitik im Blickfeld, die den Interessen aller einzelnen Ortsteile zu Gute komme. Als zukünftiger Bürgermeister will er vor allem gesprächsbereit und bürgernah sein.

Erfahrener Bau- und Verwaltungsexperte

Dritter im Bunde ist Hans Kaltner (CSU). Der 58-Jährige ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern, Diplom-Bauingenieur und Leiter des Bauamts im Landratsamt Donau-Ries und damit ein erfahrener Bau- und Verwaltungsexperte. Er nennt die Stärkung der Wirtschaft und die Kinderbetreuung vor Ort, aber auch eine gut funktionierende Verwaltung als Prioritäten. Auf einen Verwalter im Rathaus müsse nun ein Gestalter folgen, appelliert er.
Kaltner gehörte bis 2014 zwölf Jahre lang dem Gemeinderat an. Aber auch sonst wird Ehrenamt bei ihm - unter anderem fünf Jahre Ortsvorsitzender der Lauterbacher Katholischen Landjugendbewegung, zwölf Jahre Vorstand und Mitbegründer der Wasserwacht-Ortsgruppe Lauterbach, acht Jahre Kirchenpfleger, zehn Jahre Aufsichtsrat bei der Raiffeisenbank Unteres Zusamtal und 15 Jahre Stubenmusik Frauenstetten – groß geschrieben.
Großen Wert legt Kaltner, wie auch seine Mitbewerber, auf die homogene Gemeinschaft der Ortsteile. Eine Bevorzugung von einzelnen Ortsteilen schließt er kategorisch aus. Aufgrund der vielen Aufgaben in jeder Ortschaft erübrige sich diese Diskussion, meint er.

Von Siegfried P. Rupprecht
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