Gegen Kriegerdenkmal-Abriss

Noch steht des Buttenwiesener Kriegerdenkmal (Bild) in der Ortsmitte. Es soll durch ein „Friedensmal“ an anderer Stelle ersetzt werden. Doch dagegen macht sich in der Bürgerschaft Widerstand breit. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Der geplante Abriss des Kriegerdenkmals in der Ortsmitte von Buttenwiesen stand im Mittelpunkt des Wahlkampfauftakts von Landratskandidat Hermann Mack aus Bächingen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Republikaners hervor.

Fest steht jetzt auch, dass die Landratswahl am 6. März ausschließlich zwischen Mack und dem Amtsinhaber Leo Schrell (Freie Wähler) ausgetragen wird. Alle anderen Parteien und Gruppierungen haben auf einen eigenen Kandidaten verzichtet.
Mack präsentierte bei seinem Wahlkampfauftakt auch seine Schwerpunkte. Sein Hauptaugenmerk läge auf den Themen Asyl, Flutpolder und Schuldenabbau des Landkreises, betonte er.
Nach dem Landratskandidaten sprach der Wertinger Stadt- und Kreisrat Peter Seefried. Dieser ging auf den geplanten Austausch des Kriegerdenkmals gegen ein Friedensmal ein. „Bei der anschließenden Diskussionsrunde merkte man die Wut und das Entsetzen der Bürgerschaft, die im Verschwinden des traditionellen Denkmals eine Schande sehen“, so die Pressemitteilung.
Darin heißt es, dass zahlreiche Veranstaltungsteilnehmer ein Weiterbestehen des Denkmals am alten Ort und ein nochmaliges Überdenken der Planung forderten. Auf die Frage eines Bürgers, wie der aktuelle Landrat Leo Schrell zur Thematik des Kriegerdenkmals in seiner Heimatgemeinde stünde, meinte Mack: „Wenn es um klare Entscheidungen geht, dann wird sich Leo Schrell um eine klare Antwort drücken.“

Kommt ein Bürgerbegehren?

Ein Großteil der Anwesenden habe vereinbart, Unterschriften für den Erhalt des Kriegerdenkmals am alten Platz zu sammeln, so die Mitteilung weiter. Auch an ein Bürgerbegehren werde gedacht. Dies solle einen überparteilichen Rahmen aufweisen, damit über Parteigrenzen hinweg für das Denkmal gekämpft werden könne.
Zur Erinnerung: Der Gemeinderat hatte beschlossen, auf dem Friedensplatz zwischen Rathaus und Friedhof das von Bernd Wagenhäuser prämierte zweiteilige Kunstwerk „Bewahren des Friedens und Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ zu errichten. Es besteht unter anderem aus Namenstafeln, auf denen die Namen der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege aus Buttenwiesen und allen Ortsteilen sowie der deportierten jüdischen Bevölkerung enthalten sind. (spr)
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