Ja zu Versuchsbohrungen

Der Buttenwiesener Gemeinderat fällte zur Sicherstellung der Wasserversorgung in der Großgemeinde ein Votum. Symbolfoto: Siegfried P. Rupprecht

TRINKWASSER / Der Gemeinderat billigt ein derartiges Projekt für eine eventuell neue Grundwassergewinnungsanlage im Viertelholz. Hochwasserbehälter in Oberthürheim ist dringend sanierungsbedürftig.

Im Rahmen der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Buttenwiesen hat der Gemeinderat Entscheidungen gefällt. So wird die Ertüchtigung der Trinkwasserversorgung Pfaffenhofen derzeit nicht weiter verfolgt. Es sollen jedoch zwei Versuchsbohrungen für eine neue Grundwassergewinnungsanlage im Viertelholz südlich von Lauterbach durchgeführt werden.
Die 2015 auslaufenden Rechte zur Trinkwasserentnahme aus den gemeindlichen Trinkwasserbrunnen machte eine Studie zur Wasserversorgungsanlage der Gemeinde notwendig. Diese wurde in einem Zeitraum von zwei Jahren von einem Fachbüro erstellt. Sie zeigte jetzt vor allem Vorschläge zu den Problemstellen mit dem aktuell größten Handlungsbedarf auf.
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung der Gemeinde präsentierte die Studie als Resultat drei Varianten. Die erste beinhaltete die Aufrechterhaltung und Sanierung der bestehenden Wasserversorgungsanlage Pfaffenhofen. Der zweite Punkt schlug den Ersatz der Grundwassergewinnungsanlage Pfaffenhofen durch eine neue Anlage mit zwei Brunnen südlich von Lauterbach mit Brunnenleitung bis zur möglichen Anbindungsstelle an das bestehende Netz bei der Riedblickhalle vor. Die dritte Variante stellte den Anschluss an die Bayerische Rieswasserversorgung als Ersatz für die aufzulassende Grundwassergewinnungs- und Aufbereitungsanlage Pfaffenhofen dar.

Erste Variante nicht nachhaltig

Die erste Variante erschien allerdings aufgrund der Nitratproblematik im Gewinnungsgebiet Pfaffenhofen, die insbesondere auf geogene Ursachen zurückzuführen ist, und der bei längerfristigem Betrieb erforderlichen Ausdehnung des Schutzgebiets in den Erschließungsbereich hinein als nicht nachhaltig.
Untermauert wurde dabei einmal mehr der schlechte Zustand des Hochbehälters Oberthürheim. Er ist dringend sanierungsbedürftig. Zudem spitzte sich in letzter Zeit die Verkeimungsanfälligkeit beim Flachbrunnen 1 in Pfaffenhofen zu.
Das Fachbüro empfahl dem Gemeinderat daher, die künftige Wasserversorgung der Kommune so schnell wie möglich sicherzustellen. Die Experten sprachen sich darüber hinaus für den Neubau eines Hochbehälters in Oberthürheim aus.
Neben dem momentanen Verzicht auf die Ertüchtigung der Trinkwasserversorgung Pfaffenhofen und der Durchführung von zwei Versuchsbohrungen für eine neue Grundwassergewinnungsanlage im Viertelholz beauftragte der Gemeinderat, dazu die fachlichen Voraussetzungen zu schaffen. Die zu erwartenden Kosten werden für den Haushalt 2016 eingeplant. (spr)
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