Mehr Offenheit und Transparenz

Maria Hagl (Bild) geht bei der Bürgermeisterwahl in Buttenwiesen als parteilose Kandidatin ins Rennen. Foto: privat

Drei Kandidaten werfen bei der Bürgermeisterwahl in Buttenwiesen am Sonntag, 12. Juni, ihren Hut in den Ring. Ins Rennen gehen Maria Hagl (Parteilose Wählergruppe), Robert Göppel (Freie Wähler) und Johann Kaltner (CSU). Wir sprachen mit den Bewerbern. Diesmal stellt sich Maria Hagl unseren Fragen.

Sie wurde 1966 in Wertingen geboren. An der Universität Augsburg studierte sie Mathematik. Heute arbeitet sie als Software-Entwicklerin bei einer Firma für Bankensoftware. Maria Hagl ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen.
StadtZeitung: Warum kandidieren Sie?
Maria Hagl: Mein langjähriges ehrenamtliches Engagement im kirchlichen, bürgerschaftlichen und sozialen Bereich hat mir gezeigt, was man mit engagierten Menschen erreichen kann und wie viel Freude es bereitet gemeinsam Konzepte auszuarbeiten und Ideen zu verwirklichen.
In meinen Beruf als Software-Entwicklerin beschäftige ich mich mit der Planung und Umsetzung von komplexen Projekten. Dabei bin ich es gewöhnt, auch bei engen Terminen zielstrebig zu arbeiten und so die Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Als Bürgermeisterin kann ich die Bereiche soziales Engagement und wirtschaftliches Handeln zusammenbringen und so mein Talent für alle Bürger einsetzen.
StadtZeitung: Welches Synonym steht Ihrer Meinung nach für Buttenwiesen?
Hagl: Mein Heimatort. Schöner Ort im Unteren Zusamtal.
StadtZeitung: Haben Sie ein Motto, das Sie durchs Leben führt?
Hagl: Mit gesunden Menschenverstand, vollem Einsatz und einer Portion Gottvertrauen lassen sich auch die schwierigsten Aufgaben meistern.
StadtZeitung: Welche Schlagzeile würden Sie gerne über sich lesen?
Hagl: Jetzt: „Maria Hagl überzeugt mit ihren Wahlkampfthemen“, nach der Wahl: „Maria Hagl ist Bürgermeisterin von Buttenwiesen“.
StadtZeitung: Was bedeutet für Sie Heimat?
Hagl: Buttenwiesen ist meine Heimat. Ich bin hier aufgewachsen und wohne dort schon fast mein ganzes Leben lang. Das gibt ein Gefühl von Vertrautheit. Ich bin ein Teil der Bevölkerung und setze mich deshalb gerne für das Gemeinwohl ein.
StadtZeitung: Ihre Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit?
Hagl: Jakobspilgern beziehungsweise das Planen der Jakobspilgerreise für eine private Pilgergruppe mit der ich seit 2008 ein Stück auf dem Jakobsweg gehe. Und weil man das nicht das ganze Jahr machen kann, arbeite ich auch gerne mal im Garten oder engagiere mich in Kirche und Gemeinde.
StadtZeitung: Ihr Lieblingsgericht?
Hagl: Semmelknödel mit Champignonrahmsoße.
StadtZeitung: Was ist für Sie wichtiger: Personen oder Sachthemen?
Hagl: Natürlich die Menschen. Ich werde als Bürgermeisterin sicher nie eine Sache wichtiger ansehen als die Menschen. Die Sachthemen sollen den Menschen dienen, damit wir hier in der Gemeinde etwas voranbringen.

Gemeinde richtig aufstellen

StadtZeitung: Auf was freuen Sie sich als Bürgermeisterin von Buttenwiesen?
Hagl: Ich freue mich, dass ich zu Fuß zur Arbeit gehen kann, meistens in breitesten Buttenwiesener Dialekt sprechen kann und mich trotzdem alle verstehen. Ich freue mich, dass ich mein Engagement für die Menschen und soziale Themen jetzt zu meiner Hauptaufgabe kann, um die Gemeinde für die Zukunft richtig aufzustellen.
StadtZeitung: Worüber ärgern Sie sich am meisten?
Hagl: Das mit den Bürgerdialogen hat mich schon ziemlich geärgert. Alle haben geschimpft, weil das Kriegerdenkmal einen neuen Platz bekommen sollte, aber kaum jemand ist hingegangen, um sich einzubringen. Hinterher haben dann wieder alle gemotzt. Das hat mich echt geärgert.
StadtZeitung: Was sind Ihre Stärken?
Hagl: Meine Stärken sind Bodenständigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent, Intelligenz, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit allen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.
StadtZeitung: Wo liegen Ihre Fehler?
Hagl: Mein Fehler ist, dass ich bisher noch nicht genug aus meinen Stärken gemacht habe.
StadtZeitung: Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung in den Ortsteilen?
Hagl: Ich werde als Bürgermeisterin alles dafür tun, das Leben in allen Ortsteilen weiterhin so lebenswert wie bisher zu gestalten. Dabei sind natürlich der Erhalt und die Verbesserung der Infrastruktur wie Wasser, Kanal, Straße und Internet, aber auch Bauplätze und Gewerbegebiete wichtig. Unsere Ortsteile sollen weiterhin ihre Eigenständigkeit bewahren und trotzdem ein wertvoller Teil der Gesamtgemeinde sein.

Zufriedenheit der Bürger verbessern

StadtZeitung: Was würden Sie als Bürgermeisterin anders machen als der bisherige Amtsinhaber?
Hagl: Ich würde für mehr Offenheit und Transparenz sorgen, damit die Bürger besser informiert sind und getroffene Entscheidungen besser nachvollziehen und befürworten können. Ich würde mich mehr um die sozialen Themen kümmern und dabei nicht nur die Pflicht der Gemeinde erfüllen, sondern auch noch die Zufriedenheit der Bürger verbessern. Die Pflege und Gestaltung von öffentlichen Plätzen, Spielplätzen und Friedhöfen würde ich nicht weiter aufschieben. Ich werde gerne in allen Ortsteilen Bürgerversammlungen abhalten und mit den Bürgern im Dialog bleiben.
StadtZeitung: Welche Rolle spielt Ihr Partner im Wahlkampf?
Hagl: Mein Mann hält sich eher im Hintergrund. Da macht er es wie der Ehemann von Angela Merkel. Er unterstützt mich bei meiner Kandidatur.
StadtZeitung: Warum sind Sie die bessere Bürgermeisterkandidatin?
Hagl: Ich denke, dass mein Anliegen, die Gemeinde Buttenwiesen mit ihren Ortsteilen in eine gute Zukunft zu bringen und dabei die Bedürfnisse der Bürger nie außer Acht zu lassen, so stark ausgeprägt ist, dass ich dafür meine ganze Kraft und meine Fähigkeiten einsetzen werde. Als komplett politisch unvorbelastete Bürgermeisterin kann ich unabhängig und objektiv an die Dinge herangehen.

Von Siegfried P. Rupprecht
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