Noch ein Kandidat

Hans Kaltner (Bild) geht für die CSU ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Buttenwiesen. Foto: Photo Demmler
 
Hans Kaltner (Mitte) bei der CSU-Nominierungsversammlung: (von links) Albert Stöckinger, Christian Knapp, Ulrich Lange, Heidemarie Scherer, Christian Zahler und Josef Gerblinger. Foto: privat

Nach Robert Göppel (Freie Wähler) gibt es nun für die Bürgermeisterwahl am 12. Juni in Buttenwiesen einen weiteren Kandidaten. Die CSU schickt Hans Kaltner um die Nachfolge von Gemeindeoberhaupt Norbert Beutmüller ins Rennen. Der 58-Jährige wurde im Gasthof „Grüner Baum“ einstimmig nominiert.

Bei der Versammlung riss Kaltner die Themen und Ziele an, die ihm sowohl im Wahlkampf als auch bei Erhalt des Bürgermeisteramts am Herzen liegen. Er nannte die Stärkung der Wirtschaft und die Kinderbetreuung vor Ort, aber auch die intakte Gemeinschaft der Ortsteile und eine gut funktionierende Verwaltung. Letztere benötige die Bürgerschaft für die immer vielfältiger werdenden Aufgaben der Kommune.
Hans Kaltner ist Diplom-Bauingenieur und Leiter des Bauamts im Landratsamt von Donau-Ries. Damit greifen die sechs Buttenwiesener CSU-Ortsverbände auf einen erfahrenen Bau- und Verwaltungsexperten zurück. In diesen Bereichen läge dann auch eine Kompetenz, meinte er. Er verwies auf die unzähligen Großprojekte, die unter seiner Führung errichtet wurden oder betreut werden. Darunter seien Kreisstraßen, Gymnasien, Verwaltungsgebäude, Bauhöfe und Brücken. In diesem Sektor über so lange Zeit erfolgreich zu sein gehe nur, wenn einem die Bevölkerung vertraut und man glaubwürdigt ist, resümierte er.

Auf Verwalter ein Gestalter

Kaltner lenkt derzeit 56 Mitarbeiter. Durch seine Beratung von Städten und Gemeinden in Nordschwaben verfügt er über Verknüpfungen zu Politik, Verwaltung, Ämtern und Fachbüros. „Mindestens 50 Prozent der Aufgabe eines Bürgermeisters liegt im Bau“, informierte er. Nur Verwalten in einer Gemeinde gehe nicht. Deshalb müsse im Rathaus nun auf einen Verwalter ein Gestalter folgen.
Der CSU-Kandidat, am 4. April 1957 in Lauterbach geboren, schloss die Fachhochschule in Augsburg 1980 als Diplom-Bauingenieur ab. Drei Jahre später beendete er die Verwaltungs- und Rechtsausbildung am Staatlichen Bauamt Augsburg. 1984 wurde er Abteilungsleiter Tiefbau im Landkreis Donau-Ries, ab 2002 Fachbereichsleiter Kommunales Bauen im Landratsamt. Seit 15 Jahren hat er zudem die Leitung der schwäbischen Tiefbauamtsleiter und seit heuer die Leitung der bayerischen Kollegen inne.
Auch das Ehrenamt liegt im sehr am Herzen. Kaltner gehörte bis 2014 zwölf Jahre dem Buttenwiesener Gemeinderat an. Seine weiteren ehrenamtlichen Tätigkeiten: unter anderem fünf Jahre Ortsvorsitzender der Lauterbacher Katholischen Landjugendbewegung, zwölf Jahre Vorstand und Mitbegründer der Wasserwacht-Ortsgruppe Lauterbach, acht Jahre Kirchenpfleger, zehn Jahre Aufsichtsrat bei der Raiffeisenbank Unteres Zusamtal und 15 Jahre Stubenmusik Frauenstetten. Er ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

Forderung nach mehr Miteinander

Hans Kaltner will nach eigenen Worten jederzeit Ansprechpartner für die Wirtschaftsbetriebe sein. „Wirtschaft schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die finanzielle Grundlage, damit die Gemeinde handlungsfähig ist. Damit sichert sie den Wohnort der Bürger, vor allem unserer jungen Familien.“
Als wichtig bezeichnete er die Betreuung der Kinder. „In Kindergarten, Hort und Krippe wird der Grundstein für die Zukunft unserer Gemeinde gelegt“, so Kaltner. Betreuungseinrichtungen seien deshalb für ihn keine Aufgabe, sondern eine Herzensangelegenheit.
Großen Wert legte Kaltner auf die Gemeinschaft der Ortsteile. „Leider habe ich den Eindruck, dass die Einheit unserer Großgemeinde noch nie so weit auseinander war, wie heute“, gestand er. „Wir brauchen aber beständige, starke Verknüpfungen.“ Hier verglich er die Kommune mit einer Familie: „Sie ist nur dann stark, wenn jedes Kind nach seinen Fähigkeiten gefördert und gestärkt wird.“.
Eine Bevorzugung von einzelnen Ortsteilen schloss Kaltner kategorisch aus: „Aufgrund der vielen Aufgaben in jeder Ortschaft erübrigt sich diese Diskussion.“

Von Siegfried P. Rupprecht
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