Nun ist auch Maria Hagl dabei

Will sich als unabhängige, parteilose Bürgermeisterkandidatin aufstellen lassen: Maria Hagl (Bild). Dazu benötigt sie noch 120 Unterstützungsunterschriften der Bürger. Foto: privat

Wer gemeint hat, dass ein Nachfolger für das Buttenwiesener Gemeindeoberhaupt Norbert Beutmüller schwierig zu finden sei, täuschte sich gewaltig. Nach Robert Göppel (Freie Wähler) und Hans Kaltner (CSU) hat nun auch Maria Hagl als Bürgermeisterkandidatin ihren Hut in den Ring geworfen. Die 50-jährige Software-Entwicklerin wurde von der „Parteilosen Wählergruppe“ (PW) im Gasthof „Grüner Baum“ nominiert.

Maria Hagl hat in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen im kirchlichen, bürgerschaftlichen und sozialen Bereich mitgewirkt. Dabei stellte sie nach eigenen Worten immer wieder fest, „wie viel Spaß es mir macht, mit engagierten Menschen zusammen Konzepte auszuarbeiten und Ideen zu verwirklichen“. „Andererseits habe ich einen technischen Beruf, in dem ich bei der Planung und Umsetzung von Projekten gewohnt bin, zielstrebig und konsequent zu arbeiten und sie zu einem guten Abschluss zu bringen“, verdeutlichte sie. So sei es für sie nur logisch, jetzt den Schritt zu wagen und sich als Bürgermeisterkandidatin aufstellen zu lassen. Als Bürgermeisterin könne sie dann ihre beiden Stärken zusammenbringen.

Ort attraktiver machen

Hagl will sich für alle Ortsteile gleichermaßen gerecht einsetzen, betonte sie bei der Nominierungsversammlung. Darüber hinaus sei es ihr Ziel, Buttenwiesen für Unternehmen und Bürger attraktiver zu machen. Dabei setzt sie auf Arbeitsplätze vor Ort sowie auf Kindergärten und -krippen. Nur wenn hier ideale Bedingungen herrschen, würden Familien auch bleiben, so ihre Argumentation.
Auch im sozialen Bereich sah Hagl Bedarf. „Hier warten viele Ideen auf ihre Umsetzung“, meinte sie. Als Beispiel dafür nannte sie die organisierte Nachbarschaftshilfe und einen Mehrgenerationen-Treff.
Thema war auch die Kanal- und Straßensanierung. „Sperrungen müssen auf ein Minimum reduziert werden“, forderte sie. Das erfodere eine „vernünftige Planung und ständigen Dialog zwischen Bauunternehmen, Planern, Gemeinde und Bürgern“.
Auch Buttenwiesens Vergangenheit wie Synagoge, Badhaus und Judenfriedhof liegt ihr am Herzen. Die Sanierung und Nutzung des Badhauses, sei längst überfällig, ebenso die Sanierung des Rathauses, so die Kandidatin.

Ehrenamtlich stark engagiert

Maria Hagl ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Sie ist in Buttenwiesen aufgewachsen und kehrte vor über zwei Jahrzehnten wieder in die Großgemeinde zurück. In Augsburg studierte sie Mathematik. Heute arbeitet sie als Software-Entwicklerin. Davor war sie neun Jahre lang bei einem Formularverlag für Behörden und Gemeinden tätig. „Ich kenne also die gemeindliche Verwaltung von ihrer unangenehmsten bürokratischen Seite von den Formularen“, meinte sie lächelnd.
Ihre ehrenamtliche Laufbahn führte sie von der Klassensprecherin in der Schule über die Leitung einer Krabbelgruppe bis hin zur Betriebsrats- und Pastoralratsvorsitzenden.
Die Kandidatin klärte auch auf, was es mit der „Parteilosen Wählergruppe“ auf sich hat. „Von Anfang an war klar, dass ich nicht für eine bestehende Partei oder Gruppe antrete, sondern eine unabhängige Bürgermeisterin werden will“, erzählte Hagl. „So musste eine nicht mitgliedschaftlich organisierte Wählergruppe, die nur zur demokratischen Legitimation des Wahlvorschlags dient, gegründet werden.“
Zusammenfassend sagte Maria Hagl, dass sie als Bürgermeisterin Buttenwiesen attraktiver machen wolle, damit „alle weiterhin gerne hier leben“. An ihre Wähler richtete sie den Appell, dass nicht die Erfahrung in einem bestimmten Bereich ausschlaggebend sei, sondern dass man eine neue Aufgabe gut macht. In einem Miteinander mit den Gemeinderäten und den Mitarbeitern der Verwaltung wolle sie einem offenen Dialog mit den Bürgern schaffen und die Kommune „auf einen guten Weg in eine tragfähige Zukunft bringen“.

Noch 120 Unterschriften notwendig

Ein Hürde steht Maria Hagl allerdings noch bevor: Als Kandidatin einer neuen Wählergruppe muss sie zu ihrer Nominierung noch 120 Unterstützungsunterschriften aufbringen. Die Liste dafür liegt im Rathaus, Marktplatz 4, Zimmer 2, noch bis Montag, 2. Mai, 12 Uhr, auf.

Von Siegfried P. Rupprecht
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