Robert Göppel geht ins Rennen

Die Freien Wähler haben Robert Göppel (Bild) zu ihrem Bürgermeisterkandidat in Buttenwiesen nominiert. Foto: privat

Die Freien Wähler haben ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 12. Juni nominiert. Bei der Veranstaltung im Gasthaus Grüner Baum entfielen alle 69 Stimmen auf Robert Göppel. Damit haben die Parteifreien ein klares Signal gesetzt, wer nach ihrer Meinung das Amt des scheidenden Bürgermeisters Norbert Beutmüller übernehmen soll. Darüber hinaus stärkte das 100-Prozent-Votum Göppel den Rücken.

„Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich, genau wie jeder andere neue Kandidat, in dieses Amt hineinwachsen muss“, gestand Göppel bei der Nominierungsversammlung selbstkritisch. Dennoch sah er einen persönlichen Vorteil: „Durch meine Tätigkeit als Geschäftsleiter der Gemeinde Buttenwiesen bin ich in alle laufenden Projekte und Aufgaben der Großgemeinde eingebunden.“
Der 53-Jährige wurde in Herrsching am Ammersee geboren. Nach Abschluss des Gymnasiums in Wertingen absolvierte er eine Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei. Danach waren Gersthofen und Wertingen seine dienstlichen Stationen. 1982 zog er nach Pfaffenhofen. Seit mehr als fünf Jahren lebt er in Frauenstetten. Ehrenamtlich engagiert er sich vor allem bei den Schützen in Pfaffenhofen. Er ist Vater von drei erwachsenen Söhnen und Großvater von drei Enkelkindern.
1998 studierte Göppel an der Beamtenfachhochschule. Danach war er unter anderem als stellvertretender Dienststellenleiter in Wertingen, als Ermittler im Bereich Tötungs-, Sexual-, Brand- und Rauschdelikte bei der Kripo Dillingen und als Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord tätig. Zuletzt bekämpfte er wiederum bei der Kripo bandenmäßig organisierte Kriminalität.

Neue Herausforderung

Nachdem der Kriminalhauptkommissar fast alle Stationen im Polizeidienst durchlaufen hatte, wollte er sich nach eigenen Worten „einer komplett neuen Herausforderung stellen“. 2015wurde er Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung Buttenwiesen. Der Wechsel hatte zur Folge, dass Robert Göppel seinen Sitz im Gemeinderat abgeben musste. Derzeit durchläuft er eine verkürzte Ausbildung an der Bayerischen Verwaltungsschule. Diese sei sehr anspruchsvoll, meinte Göppel. Sie gebe ihm jedoch die Möglichkeit, seine umfangreiche Vorbildung im Bereich Sicherheitsrecht auf dem Gebiet des Kommunal- und Verwaltungsrechts umfassend zu ergänzen.

Probleme nicht aus den Augen verlieren

Göppel nannte bei der Nominierung einige Eckpunkte, die ihm „für die weitere Entwicklung der Gemeinde am Herzen liegen“. „Zunächst gilt es, die auf den Weg gebrachten und schon begonnen Projekte mit Nachdruck zu Ende zu bringen“, betonte er. Als Beispiele führte er die Sanierung der Wasserversorgung und des Abwassersystems sowie Straßen-Ausbaumaßnahmen an.
Aber auch der Blick auf derzeit sich entwickelnde Probleme dürfe nicht verloren gehen, verdeutlichte er. „So stoßen zum Beispiel unsere Kindergärten und Kindertagesstätten an ihre Kapazitätsgrenzen.“ Hier sei die Errichtung einer zusätzlichen Einrichtung im Zentrumsbereich wohl die sinnvollste Alternative.
Als weitere große Herausforderung bezeichnete er die Belange der infrastrukturellen Entwicklung wie Wohnungs- und Straßenbau, das Arbeitsplatzangebot und die Interessen der Landwirtschaft und des Umweltschutzes. Sie gelte es, gleichermaßen zu berücksichtigen. „Das sind die Eckpfeiler, die unsere Gemeinde lebens- und liebenswert machen.“

Ziel: ausgewogene Kommunalpolitik

Der Bürgermeisterkandidat ging weiter auf die Gemeindestruktur ein. „Es muss uns insgesamt gelingen, eine ausgewogene Kommunalpolitik zu betreiben, die sowohl den Interessen aller einzelnen Ortsteile wie auch denen der Gesamtgemeinde gerecht wird und so dem Allgemeinwohl zu Gute kommt“, erläuterte er.

Gesprächsbereit und bürgernah

Um dies zu erreichen, müsse beim Bürgermeister ein großes Maß an Gesprächsbereitschaft vorhanden sein. Ein großes Maß an Bürgernähe sei unverzichtbar, um eine erfolgreiche Gemeindepolitik machen zu können, die auch die Akzeptanz der Bevölkerung findet. Diese Gesprächsbereitschaft und Bürgernähe wolle er praktizieren, versprach er.

Von Siegfried P. Rupprecht
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