Vorrang für Durchfahrt Buttenwiesen


Die WHLU (Wähler für Heimat, Landwirtschaft und Umwelt)-Gemeinderäte Gernot Hartwig und Christof Burkard informierten im Gasthaus Mengele zu aktuellen politischen Themen in der Gemeinde Buttenwiesen.

Den Schwerpunkt des Abends setzte Hartwig mit seinem Kurzreferat "Warum neue Straßen falsch sind" und ging dabei auch auf die drei Straßenbauvorhaben in Buttenwiesen ein. "Wir werden bei der Lauterbacher Umgehung den Naturschutz und die Kostenentwicklung genau beobachten. Schließlich wurden die Kosten von 4,5 Millionen Euro von keinem Straßenbauexperten je bezweifelt. Durch jährliche Baupreissteigerungen müssen man inzwischen von 5,1 Millionen Euro ausgehen", meinte Hartwig.

"Die Straße durchs Ried von Pfaffenhofen nach Donaumünster wird, so wie geplant, von uns strikt abgelehnt", betonte Hartwig. Sie muss gerichtet und nicht zur Kreisstraße aufgestuft werden. Bei weniger als 1000 Fahrzeugen pro Tag braucht es keine Aufstufung. Er verstehe da die Regierung von Schwaben nicht, die Zuschüsse für Naturerhalt (Wiesenbrüterschutz) in dieses Gebiet lenke und gleichzeitig massive Naturzerstörung fördere, meinte er unter dem Beifall der Anwesenden.

Gefragt, wie er zur Aussage des neuen Bürgermeisters stehe, der als Experte versprochen habe, die Ortsdurchfahrt Buttenwiesens in zwei Jahren zu vollenden, meinte Hartwig, dass die Sanierung nötig und sinnvoll sei: "Mit lärmminderndem Dünnschichtbelag können die Bürger von viel Lärm befreit werden." Ihm komme es darauf an, alle Gewerbebetriebe an der Hauptstraße zu erhalten. Darum sei er für eine, über die gesamte Baumaßnahme hinweg dauernde, gleiche Zufahrtsregelung. Die halbseitige Zufahrt auf der Staatsstraße im Ort genüge ihm nicht. "Arzt, Apotheker, Banken, Geschäfte und Post, können doch nicht jeden Tag Patienten, Kunden und Zulieferern sagen: Heute müsst ihr da fahren, morgen dort!" meinte Hartwig.

Christof Burkard informierte über weitere kommunale Themen. Dem neuen Bürgermeister Hans Kaltner wünschte er einen guten Anfang im Amt und betonte, dass die WHLU sich auch weiterhin sachorientiert für das Wohl der Bürger im Gemeinderat einsetzen wolle.

Erfreuliche Nachrichten gab es zum Übergang zwischen den benachbarten Supermärkten. "Eine gute Neuigkeit ist, dass der barrierefreie Übergang zwischen den beiden Supermärkten Rewe und Netto wohl in Kürze umgesetzt wird", freute sich Burkard. Gespräche und Telefonate zwischen Gernot Hartwig und den verantwortlichen Personen in den Regionalzentralen der Lebensmittelhändler sollen zu einer Lösung geführt haben.

Als erfreulich wertete Burkard die Ausweitung der Seniorengemeinschaft Wertingen auf den Gemeindebereich Buttenwiesen. Auch zum Thema Wohnen im Alter gebe es Bewegung. Im Juli stellte ein Investor sein Konzept für Betreutes Wohnen im Alter dem Gemeinderat vor. "Ein interessantes Vorhaben, dass wir uns aber genau anschauen sollten, bevor konkrete Schritte erfolgen", gab er zu bedenken.

Schlechte Nachrichten gab es hingegen zur Trinkwasserversorgung. "Die Probebohrungen waren leider erfolglos und damit haben wir weiterhin das Problem der hohen Nitratbelastung im Wasser", informierte Burkard. (pm)
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