TSV Buttenwiesen: Spannendes Derby gegen die TG Allgäu steht an

Mit jeweils einem Sieg aus den ersten drei Wettkämpfen sind die Turngemeinschaft Allgäu und der TSV Buttenwiesen auf den Plätzen vier und fünf derzeit Tabellennachbarn in der 2. Bundesliga Süd. Lediglich ein Gerätepunkt trennt die beiden Mannschaften aus dem Turnbezirk Schwaben, die am Samstag zum nächsten Derby aufeinander treffen.

Das letzte Duell fand vor einem Jahr in Wiggensbach statt. Damals gewann der TSV deutlich mit 37:24 Punkten. Allerdings setzte es an den Ringen eine deutliche 0:9 Niederlage. „Dies sollten wir in diesem Jahr auf jeden Fall vermeiden“ mahnt Nicolai Ullrich. Der angehende Gymnasiallehrer trainiert mit einigen der Allgäuer Turner im Sportzentrum der TU München. „Die Jungs sind zum Teil unberechenbar. Manchmal machen sie viele Fehler, doch wenn es bei der Truppe läuft, könne sie auch jeden Gegner schlagen.“ Leidvoll hat dies bereits der Meister und erneuter Mitfavorit Exquisa Oberbayern im Allgäu erlebt und eine überraschende Niederlage kassiert.

Ob in der Riedblickhalle wieder eine berauschende Turn-Party gefeiert werden kann, wird sich zeigen. Nach drei harten Wettkampfwochenenden treten bei allen Teams verschiedene Verschleißerscheinungen zu Tage. Bei Buttenwiesen hat es jetzt neben Max Weißenhorn (Schulterprobleme) auch Anselm Schmid erwischt. Der Boden- und Sprungspezialist kämpft mit Schmerzen im Sprunggelenk. „Jetzt heißt es auf die Zähne beißen. Wir wollen den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht verliere“, gibt Schmid sich jedoch kämpferisch. Ob es wie vor einem Jahr wieder zu einem Treffen von zwei Kieler Turnern kommt ist eher unwahrscheinlich. Die TG Allgäu wird mit Sicherheit mit Jan Schwäke antreten. Ob jedoch Tobias Quensell die lange Fahrt aus dem hohen Norden nach Buttenwiesen noch einmal antritt, ist eher unwahrscheinlich. Die neue berufliche Belastung lässt ihm nur wenig Zeit für ein vernünftiges Training. „Und wenn ich komme, dann möchte ich euch auch helfen können!“ schrieb Tobias Quensell in einer Kurznachricht an seine Jungs.

„Nicht nur die Tabellensituation verspricht Spannung“, analysiert Trainer Helmut Kehl. „Auch die geturnten Punkte sind ein Indiz dafür, dass dies ein enges Derby werden kann. Wenn wir jedoch wieder so konzentriert turnen wie gegen Karlsruhe, dann haben wir alle Trümpfe in der Hand!“
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