Ampeln gegen den Stau

Können mehr Ampeln einen besseren Verkehrsfluss durch Diedorfs Ortsmitte gewährleisten? Im Gemeinderat wird derzeit darüber diskutiert, ob die per Druckknopf zu bedienenden Ampelanlagen in eine Vollsignalisierung umgewandelt werden sollen. Foto: Jutta Kasier-Wiatrek

Jutta Kaiser-Wiatrek

Der Leidensdruck durch den massiven Verkehr auf der B300 mitten durch die Gemeinde Diedorf wird immer stärker, eine Entscheidung für die langersehnte Umfahrung dauert aber weiter an. Jetzt überlegt der Gemeinderat, ob eine grüne Welle durch die Ortsmitte eine Erleichterung für die Anwohner bringen könnte.

Zwei in Reihe geschaltete Ampeln gibt es bereits. Eine befindet sich an der Abzweigung zur Pestalozzistraße, eine weitere an der Abzweigung Richtung Oggenhof. Um allerdings eine spürbare, Erleichterung bringende grüne Welle zu bieten, sind diese, so war von Bürgermeister Peter Högg zu erfahren, zu weit voneinander entfernt.

Auch würde der Fahrtfluss immer wieder durch die beiden Bedarfsampeln für Fußgänger unterbrochen. Diese beiden, per Druckknopf zu bedienenden Ampeln, befinden sich mitten im Ort auf Höhe der Bäckerei Niedermair sowie der ehemaligen Bäckerei Kraus und werden nicht zuletzt von den Schülern des Schmuttertal-Gymnasiums rege genutzt, um dann bei Grün gefahrlos die B300 zu überqueren.

Nun kam im Gemeinderat die Idee auf, diese beiden Ampeln zu vollwertigen Signalanlagen auszubauen. Ob dies eine Lösung sein kann, darüber waren sich die Mitglieder des Gemeinderats nicht einig. Einige befürchteten dadurch gar eine noch höhere Stauzeit mit Stop and Go-Fahren. Auch eine höhere Geräusch- und Abgasbelastung, bedingt durch den ständigen Lichtwechsel der Ampeln und dem damit regelmäßigen Anhalten und Anfahren der Fahrzeuge, insbesondere von Lastwägen, wurde ins Kalkül gezogen. Hier soll nun Hilfe von kompetenter Seite kommen und die zuständige Fachstelle des Landratsamts und das Straßenbauamt mit ins Boot geholt werden.

Sicher ist, so Högg, dass auf Höhe der Einmündungen von Bahnhofstraße und Eichenstraße in die Hauptstraße eine weitere Druckknopfampel installiert werden soll, die den Weg für Fußgänger über die B300 erleichtert. "Eine Verkehrszählung hat ergeben, dass an dieser Stelle die B300 von mehr als 85 Fußgängern überquert wird. Laut Landratsamt reiche diese ermittelte Zahl aus, um eine weitere Druckknopfampel für Fußgänger zu installieren", so Högg. Diese Ampel liegt direkt auf dem Weg zwischen dem Neubaugebiet an der Lindenstraße und Bahnhof und dem Schmuttertal-Gymnasium.
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