Diedorfer Kinderbetreuung ist in Bedrängnis

Ab 2017 kommt die Marktgemeinde Diedorf mit ihren Kinderbetreuungsplätzen in Bedrängnis. Bereits jetzt ist eine Gruppe des Kindergartens St. Martinus in Willishausen im Bürgerhaus untergebracht. Der geplante Neubau in Hausen soll zum Kindergartenjahr 2018/2019 fertig sein. Für die Übergangzeit von einem Jahr müssen Lösungen gefunden werden. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Es ist der Wunsch einer jeden Kommune, die junge Generation zu halten oder junge Familien durch passende Wohnmöglichkeiten anzuziehen. In verschiedenen Neubaugebieten wird in der Marktgemeinde Diedorf und ihren Ortsteilen jungen Familien die Gelegenheit geboten, sich hier eine Zukunft aufzubauen. Dazu muss allerdings auch die nötige Infrastruktur in Form von ausreichenden Kindertagesplätzen geschaffen werden. Dazu hat die Marktgemeinde bereits Pläne gemacht.

Bis zum 31. Juli 2018 soll der Neubau einer Kindertagesstätte in Willishausen fertig gestellt sein. Der Planungsbeschluss der Gemeinderäte ist bereits für 50 Kindergartenplätze und 29 Kinderkrippenplätze erfolgt. Seit 1980 gibt es bereits den Kindergarten St. Martinus in Willishausen, der aber bereits zu klein ist. Die Lösung bisher war eine Erweiterung mit einem Anbau in Holzständerbauweise im Garten sowie der Auslagerung einer Gruppe in das Bürgerhaus. Durch den Zuzug in den Neubaugebieten werden aber weitere Betreuungsplätze nötig sein. Am jetzigen Standort an der Deubacher Straße ist aber für einen Erweiterungsbau kein Platz. Somit sah die Marktgemeinde Diedorf die richtige Lösung für eine adäquate künftige Kinderbetreuung in einem kompletten Neubau im Ortsteil Hausen. Vier Gruppen, mit 50 Plätzen für Kindergartenkinder und 29 für Kleinkinder der Kinderkrippe, werden dort eingerichtet werden.

Wie der Erste Bürgermeister Peter Högg der Marktgemeinde mitteilte, hatte man ein Gutachten erstellen lassen, das klar machte, dass eine Erweiterung der Betreuungsplätze in Diedorf unerlässlich sei. Noch sind die Plätze in diesem Jahr ausreichend, bereits ab September 2017 muss mit einem Neubedarf von zwei Gruppen gerechnet werden. Deshalb müssen sich die Gemeinderäte aktuell mit einer Zwischenlösung eventuell mit Containern für die Übergangszeit bis zum Einzug in 2018 in den neuen Kindergarten beschäftigen. Der Diedorfer Bürgermeister Peter Högg ist sich allerdings sicher, hier einen passenden Raum mit ausreichend Platz zu finden. "Alle Kinder werden untergebracht werden", versprach er den jungen Familien. Die Marktgemeinde geht nun in die Eingabeplanung und stellt einen Förderantrag für den Neubau von Kindertagesstätten sowie dem Sonderinvestitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung. Da die Marktgemeinde mit der Umsetzung der Maßnahme nicht mehr abwarten kann, beschloss der Marktgemeinderat, die möglicherweise zu erwartenden Leistungen vorzufinanzieren. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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