Kunst, Kultur und Engagement in Diedorf

Großen Interesses erfreute sich die Doppelausstellung zum 20-jährigen Jubiläum der diedorfer Kunstschule. Sieben Bildungs- und Betreuungseinrichtungen aus benachbarten Kommunen beteiligten sich daran. Im zweiten Teil wurden anhand interessanter Presseberichte und Projektpublikationen wesentliche Stationen der Vereinsentwicklung gezeigt. Foto: .Jutta Kaiser-Wiatrek


"Mut steht am Anfang des Handelns - Glück am Ende". Die Initiatorin und Erste Vorsitzende Maria Theresia Kugelmann-Schmid freute sich über 170 Festgäste, die mit ihr das 20-jährige Jubiläum des KKE-Vereins/Kunstschule Diedorf begingen.

Seit 1996 steht das Menschenkind und seine Entwicklung zum Menschsein im Mittelpunkt der Vereinsarbeit des KKE. Verbunden damit sind zahlreiche kulturpädagogische Bildungsprojekte im Landkreis Augsburg-Land. "Mitmachen" und "Miteinander" stehen seit jeher im Fokus der Arbeit des Vereins, Kugelmann-Schmid lud deshalb sieben Bildungs- und Betreuungseinrichtungen aus benachbarten Kommunen ein, sich an der Festausstellung zu beteiligen.

Mehr als hundert Kinder hatten sich als Glücksforscher auf die Suche nach Wertvollem, Kostbarem und Beglückendem gemacht, das es nicht zu kaufen gibt. Die zahlreichen ausgestellten Arbeiten dieser Mitmach-Ausstellung fand bei den Gästen großes Interesse. "Die beeindruckenden Ergebnisse der fünf- bis 13-jährigen Kinder zeigten auf beste Weise, wie kulturelle und ästhetische Bildung gewürzt mit einem Schuss Werteorientierung in einander fließen", freute sich Kugelmann-Schmid über die Arbeiten.

In einem zweiten Teil der Ausstellung wurden die wesentlichen Stationen der Vereinsentwicklung und Projektarbeit aus den vergangen 20 Jahren aufgezeigt. In ihren Grußworten erläuterten der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde Diedorf, Peter Högg, die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald und der ehemalige Landtagsabgeordnete Max Strehle die Entwicklung des Vereins und betonten dessen Wirk- und Strahlkraft weit über den Landkreis hinaus. Als Gründungsmitglied und Freund der Kunstschule blickte Strehle auf die einzelnen Stationen des Vereins KKE zurück und wies auf die zahlreichen Aktionen hin, die die Mitglieder allein mit unzähligen Stunden im Ehrenamt gemeinsam geschaffen haben, wie etwa die Begründung der Diedorfer Kinderkulturtage, den Diedorfer Weihnachtsmarkt, der erfolgreich in den Jahren 1994 bis 2011 durchgeführt wurde. "Mit dem Verköstigungserlös stemmte der Verein 1998 die Renovierung des abbruchreifen kommunalen Gebäudes, in dem sich die Kunstschule befindet. Des Weiteren führten die Mitglieder 13 Projektwochen mit bis zu 120 Kinder während der Ferien durch, hatten 17 Jahre Programmbetrieb in der Diedorfer Kunstschule und bieten seit fünf Jahren die KKE-Mittagsbetreuung an der Grundschule in Anhausen an. Seit 2001 führt die Kinderkunstschule mobile Projektarbeiten in Kooperation mit Schulen und sozialräumlichen Partnern im Landkreis durch. 2009 bot die Universität Augsburg der Kunstschule Diedorf Unterstützung an. Mit den angehenden Lehrkräften wurde das Bildarium-Vermittlungskonzept weiter entwickelt und durchgeführt. Strehle appellierte an potentielle Förderer aus Politik und Wirtschaft, den Verein mit seiner Kunstschule in seiner hervorragenden außerschulischen Bildungsarbeit zu unterstützen. Immerhin trug der Verein um die Vorsitzenden Kugelmann-Schmid und Dominique Seemiller in den vergangenen fünf Jahren mit kulturästhetischen Bildungsprojekten einen sechsstelligen Betrag in kommunale Bildungseinrichtungen in benachbarten Städten und Gemeinden. Deshalb gilt es der Kunstschule endlich eine tragfähige Heimat zu verschaffen und eine beständige Zukunft zu geben. Denn die Einrichtung an der Diedorfer B 300 steht auf sehr wackligen Beinen.

"Das bunte Haus ist sanierungsbedürftig, die Räume sind für die Durchführung der bundes- und landesgeförderten Projekte nicht geeignet, im Zuge eines eventuellen Rathausneubaus müsste das Haus mit der Kunstschule weichen", erklärte die Vorsitzende. Deshalb war der größte Geburtstagswunsch der Ehrenamtlichen das Erreichte zu sichern, denn der Verein kann weder auf eine Strukturförderung noch auf eine institutionelle Förderung zurückgreifen. Alle Mittel, die sie erhalten, sind zweck- als auch konzeptgebunden, in der Umsetzung erfordern die Angebote des KKE aber eine hohe Mobilität und Flexibilität. "Eine entsprechende Fahrzeugspende zur Erleichterung ihrer Arbeit wäre hier ein großer Wunsch. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.