Schulbau schützt Klima

Das Bauprojekt Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf zog bei der Veranstaltung des Netzwerks Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg vor Kurzem eine Vielzahl fachkundiger Teilnehmer an. Mit über 90 Anmeldungen trafen Kurzvorträge und Baubesichtigung auf großes Interesse.

Seit der Entscheidung für den Bau des Gymnasiums Diedorf und dem Baustart im September 2013 sind (über-)regionale kommunale Bauherren, Architekten, Bauplaner und Ingenieure sowie die breite Öffentlichkeit gespannt auf Europas größtes Schulgebäude in Holzbauweise. Besichtigungen gehören deshalb schon fast zum Alltag der Bau- und Planungsteams. So fand auch die Veranstaltung des Netzwerks Holzbau, organisiert von der Regio Augsburg Wirtschaft, sehr großen Zuspruch.

Das 40 Millionen Euro schwere Bauprojekt erhielt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bereits den dritten Förderbescheid und wird demnach mit circa einer Million Euro unterstützt. Einzigartig bewertet die DBU hierbei die Gebäudeplanung, die von allen verantwortlichen Akteuren in einem integralen Planungsprozess konzipiert und umgesetzt wurde.

Die ökologisch herausragende Lage des circa 46 150 Quadratmeter großen Schulgrundstücks im Landschaftsraum des Schmuttertals inmitten des Landschaftsschutzgebiet "Naturpark Augsburg - Westliche Wälder" runde den nachhaltigen und ökologischen Bau von zwei dreigeschossigen "Lernhäusern", einem Versammlungsgebäude und einer Dreifachturnhalle ab.

Das Baumaterial Holz schaffe nicht nur beste Lern- und Arbeitsatmosphäre, sondern erfülle auch sehr hohe ökologische Standards. Allein die Baustoffwahl der tragenden Konstruktion des Holzskeletts mit integrierten Holzstahlbetonverbunddecken ermögliche eine CO2-Einsparung von bis zu 75 Prozent.

Über den Gebäudelebenszyklus würden Energieeffizienz maximiert und Betriebskosten minimiert. Dies geschieht durch ausgeklügelte Lüftungstechnik, mit Wärmerückgewinnung, ressourcenschonender Kälteerzeugung und einer Photovoltaikanlage.

Wolfgang Sailer, leitender Forstdirektor im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg, hat als Wald- und Holzliebhaber den Entscheidungs- und Bauprozess von Anbeginn verfolgt und ist begeistert von der Entwicklung: "Mir gefällt die Gesamtarchitektur. Das Holz kommt sehr ästhetisch zum Tragen. Die Sichtbarkeit des Materials und die Kombination mit anderen Werkstoffen, wie dem Megaplan Boden, erzielen eine besondere Wirkung", kommentiert er die Führung durch die Gebäude.
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