Wahlbetrugwahn: Trump benutzt Diedorfer Golfer Bernhard Langer für seine Anschuldigungen

Der deutsche Golfer Bernhard Langer wurde von Trump als "Freund" bezeichnet. Langers Tochter verwehrt sich gegen diese Bezeichnung. (Foto: Berenberg)
Die Spur des Wahlbetrugs, die der amerikanische Präsident Donald Trump zwanghaft verfolgt, führt nun sogar bis nach Anhausen im Augsburger Land. Die New York Times berichtet von einem Empfang mit Abgeordneten, auf dem Trump seine These vom Wahlbetrug mit einer sonderbaren Geschichte untermauern wollte.
Der deutsche Weltklasse-Golfer Bernhard Langer, der im Diedorfer Ortsteil Anhausen geboren wurde, soll in seiner Wahlheimat USA am Wahllokal abgewiesen worden sein.

Der amerikanische Präsident Trump vermutet Wahlbetrug hinter seiner Wahl zum Präsidenten. Drei bis fünf Millionen Wählerstimmen, so behauptet Trump, seien illegal abgegeben worden - von Einwanderern, die Trump zufolge nicht hätten wählen dürfen. Diese seien seiner Konkurrentin Hillary Clinton zugute gekommen. Diese Geschichte wollte er nun bekräftigen, indem er eine Anekdote von Langer erzählte, den er als seinen Freund bezeichnete.

Ein Helfer in einem Wahlbüro in Florida soll der 59-jährige Langer demnach nicht gestattet haben, seine Stimme abzugeben. Dahingegen, soll Trump gesagt haben, hätten Menschen in der Schlange gestanden, die nicht aussahen, als hätten sie wählen dürfen, wie die New York Times berichtet.

Kein Freund von Donald Trump: Tochter von Bernhard Langer dementiert

Die Tochter von Langer, Christina, stellte in einer Aussagen gegenüber der New York Times allerdings klar, dass ihr Vater deutscher Staatsbürger sei und daher in den USA gar kein Wahlrecht habe. Zum anderen betonte sie, dass der gebürtige Anhauser kein Freund des amtierenden Präsidenten Trump sei.
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