CSU Diedorf feiert Jubiläum

Ehrengast der Jubiläumsfeier war der ehemalige Finanzminister Dr. Theo Waigel, der sich den Fragen Rainer Bonhorsts stellte. Dr. Theo Waigel, Horst Heinrich CSU-Ortsvorsitzender und Rainer Bonhorst (von links). Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Auf ereignisreiche und erfolgreiche 70 Jahre blickte die CSU Diedorf-Biburg anlässlich ihrer Jubiläumsfeier im Schmuttertal-Gymnasium zurück. Der neue Ortsvorsitzende Horst Heinrich freute sich über zahlreiche Politprominenz unter den Ehrengästen.

Im Herbst 1946 wurde der Ortsverband mit Unterstützung des damaligen Landrats Albert Kaifer gegründet. Der erste Ortsvorsitzende war damals Alois Rittel. Den ersten CSU-Bürgermeister wählten die Diedorfer Bürger im Jahr 1978 mit Rainer Granetzny. Über Jahre hinweg stellte die CSU die Bürgermeister. "Die CSU in Diedorf war immer bei politischen Meilensteinen beteiligt", erklärte Heinrich und erwähnte dabei die Markterhebung und nicht zuletzt die zahlreichen Aktionen hinsichtlich der Umfahrung durch die B 300. Durch den Ausbau von Gewerbe- und Baugebieten ist Diedorf stark gewachsen. Als besondere Projekte, an welchen die CSU maßgeblich mitgewirkt hat bezeichnete der Ortsvorsitzende den Bau der neuen Kirche und des Schmuttertal-Gymnasiums.

Ziel des Ortsverbands soll weiterhin sein, Themen aus der Mitte der Gesellschaft aufzugreifen, die Lebensbedingungen in der Marktgemeinde positiv zu gestalten und die Geselligkeit zu fördern. Die CSU Diedorf lädt regelmäßig zu Veranstaltungen ein. Bekannt und beliebt seien der Bürgerratsch, bei dem CSU-Vertreter und geladene Gäste mit den Diedorfer Bürgern zu aktuellen Themen sprechen, das Preisschafkopfen, der Jazzbrunch und Betriebsbesichtigungen. Als wichtiges Thema der Zukunft und große Chance für die Region sieht Heinrich die Uni-Klinik direkt vor den Toren der Marktgemeinde. "Diedorf darf hier nicht nur am Bahnsteig stehen, sondern muss im Zug sitzen", so Heinrich im Hinblick Diedorfs als Wohnort für finanzkräftige Professoren.

Auch das freie WLAN sei seiner Meinung nach ein weiteres wichtiges Thema. Er ist sich sicher, dass das Internet an allen acht überlegten Standorten von der Schmuttertalhalle bis zum Bahnhof unerlässlich sei.

Ein Grußwort sprach bei der Feierstunde auch der Erste Bürgermeister Diedorfs, der beim Betreten des Rednerpults für Erheiterung sorgte. Als er das Podium betrat wehte das CSU-Schild zu Boden. Högg schmunzelte. Bekannt ist, dass Högg 2014 nach internen Auseinandersetzungen die CSU verlassen hatte. Högg bedankte sich für eine stets konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat und betonte, dass auf kommunaler Ebene die Partei nicht die große Rolle spiele.

Persönlich verbunden ist auch Landrat Martin Sailer. Er blickte auf seine politischen Anfänge zurück, die er bei der CSU Willishausen gemacht hatte.

Anlässlich der Jubiläumsfeier war der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel geladen worden. Er stellte sich im Dialog mit Rainer Bonhorst den im Vorfeld von den Bürgern gestellten Fragen und gab einen Rückblick über die damaligen Gespräche zur Wiedervereinigung und zur Euroeinführung und informierte über die aktuelle Situation der deutschen, europäischen und weltweiten Entwicklungen. Das Thema Flüchtlinge bezeichnete Waigel als eine große Herausforderung, für die es keine Patentlösung gebe.

Die Entscheidung Griechenland in die Währungsunion aufzunehmen, betrachtete Waigel als völlig falsch. "Die griechische Regierung hat gelogen und betrogen", erklärte er deutlich. Zur Frage ob er bei der Fahrt nach Diedorf auf der B 300 im Stau gestanden hätte, erklärte der Gast, dass er bereits wohl 500 bis 1000 Mal durch Diedorf gefahren und dabei immer gut durchgekommen sei. Tatsächlich wäre er aber just an diesem Tag zum ersten Mal im Stau gestanden. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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