Der marode Anbau der Anhauser Turnhalle muss weg

Wegen des schlechten baulichen Zustands wurde der Anbau der Mehrzweckhalle in Anhausen bereits vergangenes Jahr gesperrt. Jetzt ist klar, eine Sanierung kann nicht mehr erfolgen. 2019 soll ein Neubau erfolgen. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek (Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek)


Der Anbau der Turnhalle in Anhausen ist bereits seit längerem ein bauliches Sorgenkind der Marktgemeinde Diedorf. Küche und Geräteraum und die Dachkonstruktion sind geschädigt, so dass das Gebäude lange schon nicht mehr betreten werden konnte. Bereits zum Schuljahr 2016/17 wurde der Betrieb der Küche eingestellt sowie der erste Geräteraum gesperrt. Sportgeräte wurden teils in einem Container untergebracht. Durch das Absenken der Bodenplatte hatte sich die Tragekonstruktion von der Wand gelöst und enorme Risse verursacht. Der Anbau sei nun so marode, dass ein Abbruch zwingend notwendig werde. Das Gebäude sei, insbesondere wegen der erheblichen Setzungen, nicht mehr zu halten und müsse weg.

Der Marktgemeinderat hat deshalb nun einen Ersatzbau beschlossen. Ein neuer Anbau soll aber nach Aussage des neuen Bauamtsleiters Rolf Jüngst erst im Jahr 2019 erfolgen. Bis dahin soll der geschädigte Anbau der Turnhalle durch Pfosten gesichert werden. Er kann damit zwar nicht mehr betreten werden, aber noch einige Zeit stehen bleiben. Ein Statiker soll regelmäßig die Standfestigkeit des Anbaus prüfen.

Noch in diesem Jahr sollen aber genaue Untersuchungen des Baugrunds erfolgen. Allerdings wird anhand der erfolgten Absenkung von 20 Zentimetern in den vergangenen Jahren auch für den Folgebau mit Schwierigkeiten gerechnet werden müssen. Mit den Nutzern der Mehrzweckhalle wie dem SSV Anhausen, der Grundschule und dem Kindergarten sollen in der Folge Gespräche hinsichtlich eines Erweiterungsbedarfs, der vermutlich vorhanden ist, geführt werden. Die Marktgemeinde geht davon aus, dass die Nutzer künftig mehr Platz benötigen. Diese Wünsche sollen in die Planung einfließen.

Ein erstes Raumkonzept soll noch diese Woche erfolgen. Somit kann zu den Kosten derzeit noch nichts gesagt werden. Mit der Fertigstellung des Bauantrags wird für das kommende Jahr gerechnet, im darauffolgenden Jahr soll dann der Neubau erfolgen. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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