Diedorfer Kindergarten im Container

Die Kindertagesstätte "Herz Mariä" in Diedorf muss grundlegend saniert werden. Die Marktgemeinde investiert rund 1,5 Millionen Euro, die über einen Kredit finanziert werden. Foto: Lang

Ab September dieses Jahres wird die Kindertagesstätte "Herz Mariä" in Diedorf grundlegend saniert. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 1,5 Millionen Euro.

In der Marktgemeinde Diedorf steht eine große Baumaßnahme an: Die Kindertagesstätte "Herz Mariä" muss grundlegend saniert werden. Ab dem neuen Kindergartenjahr im September werden Kindergarten und Kinderkrippe deshalb in einem Container des Gymnasiums untergebracht sein. Die Umbauten sollen - so hoffen Pfarrer Hans Fischer, der die katholische Kirchenstiftung "Herz Mariä" als Träger der Kindertagesstätte vertritt, und Gemeindekämmerer Herbert May - bis zu Beginn des Kindergartenjahres 2016/17 rechtzeitig fertig sein. Die Marktgemeinde Diedorf investiert etwa 1,5 Millionen Euro in die Umbaumaßnahmen.

Das Gebäude der Kindertagesstätte ist in die Jahre gekommen. Außerdem gibt es neue Brandschutzbestimmungen, die bei der Sanierung umgesetzt werden müssen. "Ab August zieht die Kindertagesstätte deshalb in die frei werdenden Container des Gymnasiums an der Grund- und Mittelschule um. Ein Teil der Container gehören dem Landkreis Augsburg, und wir mieten diese an, um die Kindertagesstätte dort für die Umbauzeit unterzubringen", erläutert Pfarrer Fischer. An Mietkosten für die Container rechnet Fischer mit rund 210 000 Euro. Während der Umbauzeit können aber die Außenanlagen der Kindertagesstätte, die in Sichtweite der Container liegen, weiter genutzt werden.

Bis zum Einzug der Kinder zum Kindergartenjahr Anfang September 2015 werden zuvor die Räume entsprechend für die Kleinen hergerichtet, möbliert und WCs, Türen, Wickeltische, Heizungen und Kantenschutz eingebaut. Die Kinderkrippe, die im Moment im Pfarrheim untergebracht ist, wird zum Schluss in die Container umziehen.

Wichtigster Punkt der Sanierung ist die Erneuerung des Flachdaches. Das alte Dach wird abgetragen und durch ein neues mit geringer Neigung ersetzt. Außerdem muss die Einrichtung so umgebaut werden, dass eine Betreuung für Kindergartenkinder und Krippenkinder möglich wird. Im Garten soll zusätzlich ein überdachter Abstellplatz für die Kinderwägen geschaffen werden.

Die Kindertagesstätte mit bisher einer Krippengruppe und drei Kindergartengruppen soll nach den Umbauten den veränderten Anforderungen gerecht werden. Dann wird es eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung im Untergeschoss geben. Zwei Krippengruppe mit zusammen 30 Kindern im Alter von elf Monaten bis drei Jahren sowie eine Mischgruppe für 20 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zur Einschulung - davon fünf Kinder unter drei Jahren - werden im Erdgeschoss untergebracht.

Die Umbaumaßnahmen werden sich etwa ein Jahr hinziehen und rund 1,5 Millionen Euro kosten und werden über einen Kredit finanziert. Ohne Kreditaufnahme kann die Marktgemeinde Diedorf das Vorhaben aber nicht stemmen. "Der Kredit ist ausschließlich für die Sanierung der Kindertagesstätte "Herz Mariä" vorgesehen", so Bürgermeister Peter Högg bei den Haushaltsberatungen. In diesem Jahr werden wohl "nur" 400 000 Euro fällig, im nächsten Jahr dann aber 1,1 Millionen Euro für die Sanierung - das hänge jedoch vom jeweiligen Baufortschritt ab, erläutert dazu Diedorfs Kämmerer Herbert May.
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