Mit zwölf Mitgliedern fing vor 70 Jahren die SPD Diedorf an

Zur Feier des 70-jährigen Bestehens der SPD Ortsvereins Diedorf trafen sich (von links) Alexander Neff, Dritter Bürgermeister der Marktgemeinde Diedorf, Helmut Ritsch, Zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde Diedorf, Walter Pecher, SPD-Ortsvorsitzender, der SPD-Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein, Fraktionsvorsitzende Maria Prues, Unterbezirksvorsitzender Roland Mair und der Erste Bürgermeister Peter Högg. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Siebzig Jahre sind wahrlich ein Grund zu feiern. Die SPD Diedorf hatte zahlreiche Gäste zu einem gemütlichen Fest-Frühschoppen eingeladen, um gemeinsam das Gründungsjubiläum des Ortsvereins zu begehen und einen Blick zurück in die Geschichte zu tun.

Erste Zusammenkünfte, so genannte Flüchtlingsversammlungen der vertriebenen Sozialdemokraten aus den Sudentengebieten hatte es bereits schon 1945 gegeben, um die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort zu organisieren. Im ersten Nachkriegsjahr 1946 war dann der SPD-Ortsverein Diedorf entstanden. Josef Deininger wurde damals der Erste Vorsitzende des Vereins mit damals zwölf Mitgliedern. Im Jahr 1948 stellte die SPD in Diedorf bei der Gemeinderatswahl drei Gemeinderäte. Trotz eines überwiegend konservativ geprägten Umfelds konnte dieser Status bis 1960 gehalten werden. 1956 kandidierte mit Josef Göpfert zum ersten Mal ein SPD-Mitglied für das Amt des DiedorferBürgermeisters, der das Amt aber nicht erringen konnte. Er amtierte im Anschluss an die Wahl einige Jahre als Zweiter Bürgermeister. Zehn Jahre später unterstütze die Partei den parteilosen Walter Aust, der bis 1978 das Amt des Bürgermeisters bekleidete und später in die SPD eintrat. Mit der Bildung der Großgemeinde Diedorf ging die Bürgermeisterwahl für ihn verloren aber bereits 1984 eroberte Aust das Bürgermeisteramt zurück. Unter der Führung der SPD wurden in Diedorf zahlreiche zukunftsweisende Projekte realisiert. Darunter fielen der Bau von Grund- und Mittelschule, Kanalisation und Kläranlagen, Neubaugebiete und das Gewerbegebiet an der Bahnlinie. Nach Aust lenkte Otto Völk, ebenfalls unterstützt von der SPD, 24 Jahre lang die Geschickte der Gemeinde. 2007 stellte die damalige Gemeinderätin und jetzige Fraktionsvorsitzende Maria Prues den zukunftsweisenden Antrag auf die Bewerbung für ein neues Gymnasium im westlichen Landkreis. Das Projekt ist inzwischen realisiert.

Die Diedorfer SPD hatte an vielen positiven Entwicklungen der Marktgemeinde maßgeblichen Anteil. Diese Tradition, so war man sich einig, wolle die Partei fortsetzen und weiter neue Impulse in die politische Arbeit einbringen. "70 Jahre hat sich die SPD Diedorf zum Wohle der Bürger in dieser Region eingesetzt und den Landkreis freier, gerechter und solidarischer gemacht", lobte auch der Ehrengast, der Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein. Er freute sich über einen aktiven Ortsverein, auf den man stets zählen könne. Auch der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde, Peter Högg, betonte, ein stets gutes Verhältnis zu den SPD-Mitgliedern zu haben, insbesondere bei Diskussionen im Gemeinderat: "Immer steht das Wohl der Gemeinde an erster Stelle".

Für ihre Mitgliedschaft wurden bei der Feier Karl Leibelt, Walter Pecher, Sylvia Tomaschko, Matti Müller und Peter Amberg von Woerlein geehrt.

Bei einem zünftigen Frühschoppen mit Weißwürsten, musikalisch untermalt von den "Brotzeitmusikern" aus Diedorf wurde anschließend gemeinsam gemütlich gefeiert. (Jutta Kaiser-Wiatrek )
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