Wenn nur einer sanieren will: Zankapfel Holperstrecke - eine Straße zwischen Neusäß und Diedorf

Eine gemeinsame Wegstrecke, die dringend saniert werden muss: Die Nebenstrecke entlang der Bahnlinie bedarf einer gemeinsamen Lösung der Stadt Neusäß, der Marktgemeinde Diedorf und des Landkreises. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Ein Weg - zwei Kommunen. Entlang des Bahndamms zwischen dem Neusässer Ortsteil Vogelsang und dem Diedorfer Schmuttertalgymnasium weiter bis ins Unterdorf verbindet eine Holperpiste die beiden Kommunen Neusäß und Diedorf. Auf Neusässer Flur heißt die als Feld- und Waldweg gewidmete Trasse "Beim Biburger Bahnhof" ab der Wertstoffstelle Diedorf wird sie "Dammstraße" genannt.

Genutzt wird die Holperstrecke meist von Fahrradfahrern, Nutzern des Wertstoffhofes, von Lastwagen, die zur Kompostieranlage fahren, als Zubringerstrecke zum Gymnasium oder als letzter Ausweg, wenn sich auf der B300 wieder einmal alles staut.

Der Weg ist erheblich beschädigt und es droht insbesondere für Radfahrer hohe Unfallgefahr. Wie soll es nun weitergehen? Eine grundlegende Erneuerung würde hohe Kosten verursachen, fürchtet der Bürgermeister der Stadt Neusäß, Richard Greiner und so drängt sich für die Stadt die Frage auf, wer diese Nebenstrecke überhaupt nutze. Für die Stadt sei sie lediglich Zufahrt zu wenigen Häusern auf Neusässer Flur und eine Art Fahrradweg, der Richtung Schmuttertal-Gymnasium und nach Diedorf. Kein Grund also, massiv einzugreifen. Abzuwägen sei des Weiteren, wie sich die beiden Projekte "Drittes Gleis" und "B300" des Bundesverkehrswegeplans auf diese Nebenstraße auswirken werde. Mit dem Bau der Umgehung würde dieser Schleichweg wohl sowieso weitgehend verschwinden. Im Stadtrat Neusäß wurde beschlossen, dass das Teilstück auf Neusässer Flur "Beim Bahnhof Biburg" das bleiben soll, was es bisher war: ein Feld- und Waldweg, allerdings unter Zielsetzung, den Fahrbahnbelag im Rahmen des bestehenden Unterhalts so herzurichten, dass die Straße gut befahrbar ist. Mehr ist nicht gewünscht.

Diedorf dagegen möchte die Straße sanieren und sehen, wie dies im Haushalt darzustellen ist. Den Vorschlag der Marktgemeinde Diedorf, sich an den Sanierungskosten zu beteiligen, lehnte die Nachbarstadt ab. Der Bürgermeister der Marktgemeinde, Peter Högg, betonte, dass es hinsichtlich dieser Meinungsverschiedenheit aber keinen Streit zwischen den Nachbarkommunen gäbe. Högg möchte in dieser Angelegenheit gerne auch den Landkreis ins Boot holen. Schließlich nutze dieser der auf beiden Seiten die Strecke, beispielsweise durch Schüler und Mamataxis, die zum Schmuttertal-Gymnasium fahren sowie mit verschiedenen schweren Versorgungsfahrzeugen in Richtung Wertstoffhof. Hier gäbe es seiner Meinung nach dringenden Gesprächsbedarf hinsichtlich einer gemeinsamen Lösung. (Jutta Kaiser-Wiatrek)
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